Wirtschaftsnachrichten Deutschland: Industrie, Handwerk, Inflation, Energiepreise, Arbeitsmarkt, DAX und Mittelstand im Fokus
Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem schwierigen Fahrwasser, obwohl einige Experten und Institutionen Anzeichen einer leichten Erholung für das Jahr 2026 sehen. Nach Jahren der Stagnation wird ein Wachstum von knapp einem Prozent erwartet. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung prognostiziert ein Wachstum von 1,2 Prozent, was vor allem auf staatliche Maßnahmen wie das Sondervermögen Infrastruktur und Entlastungen durch das Investitionssofortprogramm für Unternehmen zurückzuführen ist.
Industrie
Die deutsche Industrie kämpft weiterhin mit Problemen. Besonders betroffen ist das Verarbeitende Gewerbe, wo laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vier von zehn Firmen Stellen abbauen wollen. Viele Unternehmen verlagern ihre Produktion ins Ausland, was zu einem Verlust von Arbeitsplätzen führt. Die wachsende Rivalität zwischen den USA und China sowie deren offensive Handels- und Industriepolitik setzen die deutsche Industrie zusätzlich unter Druck.
Handwerk und Mittelstand
Der Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, steht vor großen Herausforderungen. Eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) zeigt, dass der Fachkräftemangel kleine und mittlere Unternehmen besonders hart trifft. Viele Betriebe sehen sich gezwungen, zu schließen. Es wird geschätzt, dass bis zum Jahresende fast 24.000 Betriebe aufgeben müssen. Hohe Energiepreise, Bürokratie und fehlende Nachfolger setzen den Mittelstand massiv unter Druck.
Die schwierige wirtschaftliche Situation setzt dem Mittelstand schon seit Längerem zu, eine Besserung erwarten die befragten Finanzverantwortlichen vorerst nicht. Maßnahmen, wie das von der Bundesregierung beschlossene Investitionspaket, erreichen den Mittelstand kaum, so die Ergebnisse des aktuellen CFO-Survey. Strategische Planung ist heute komplexer denn je. Viele Unternehmen agieren zurückhaltend angesichts der unsicheren Wirtschaftslage.
Inflation
Die Inflationsrate in Deutschland hat sich stabilisiert. Im Dezember 2025 lag sie bei 1,8 Prozent und fiel damit erstmals seit September 2024 unter die Zielmarke der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent. Für 2026 prognostiziert die Notenbank eine Inflation von 1,9 Prozent, nahe am Zielwert. Trotz dieser positiven Entwicklung steigen die Preise für viele Güter des täglichen Bedarfs weiter, was besonders Menschen mit geringem Einkommen belastet.
Energiepreise
Die Bundesregierung hat Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise beschlossen, um private Haushalte und die Wirtschaft zu entlasten. Ab 2026 soll es Entlastungen für alle geben. Für die Industrie ist ein subventionierter Industriestrompreis geplant, der energieintensive Unternehmen entlasten soll. Ab 2026 will die Bundesregierung energieintensive Unternehmen mit einem subventionierten Industriestrompreis entlasten, und damit den Industriestandort Deutschland fit für die Zukunft machen. Allerdings gibt es auch Kritik, dass die Entlastungen nicht alle Verbraucher gleichermaßen erreichen und die Energieversorger nicht verpflichtet sind, die Entlastungen vollständig weiterzugeben.
Die Strompreise für Neukunden liegen aktuell bei rund 24 Cent pro Kilowattstunde (kWh) brutto. Bestandskunden zahlen im Januar 2026 durchschnittlich 31,6 Cent pro kWh.
Arbeitsmarkt
Der deutsche Arbeitsmarkt steht vor großen Veränderungen. Durch den demografischen Wandel erreichen immer mehr Beschäftigte aus der Babyboomer-Generation das Rentenalter, während weniger junge Menschen nachrücken. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwartet für 2026 einen leichten Rückgang der Erwerbstätigen. Viele Unternehmen wollen weniger einstellen. Besonders stark betroffen ist die Industrie, wo innerhalb eines Jahres rund 120.000 Stellen verloren gegangen sind.
Die Chefin der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, rechnet erst für die zweite Jahreshälfte 2026 mit einer spürbaren Entspannung, allerdings nur, wenn sich die Konjunktur positiv entwickelt. Schwierig wird die Jobsuche aber weiterhin für Menschen ohne Abschluss sein, und auch der Fachkräftemangel zerrt weiter arg an deutschen Unternehmen.
DAX
Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten zeigen sich die Aktienmärkte robust. Der DAX notiert aktuell bei [füge aktuellen DAX-Stand ein, sobald verfügbar]. Marktkommentatoren sehen in der aktuellen Situation sowohl Risiken als auch Chancen. Geopolitische Krisen und die US-Handelspolitik könnten den Markt belasten, während sinkende Zinsen und Firmenübernahmen den DAX stützen könnten.
Fazit
Die deutsche Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Es bedarf strategischer Maßnahmen, um den Industriestandort zu sichern, den Mittelstand zu entlasten und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Die Bundesregierung steht vor der Aufgabe, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Wohlstand des Landes langfristig zu sichern. Es braucht eine Politik, die den Fokus auf die Bedürfnisse der arbeitenden Menschen und des Mittelstandes legt, anstatt sich in ideologischen Grabenkämpfen zu verlieren.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsredaktion



