Deutsche Wirtschaft 2026: Wachstum durch Sondervermögen kaschiert strukturelle Probleme

Deutsche Wirtschaft 2026: Wachstum durch Sondervermögen kaschiert strukturelle Probleme
Quelle: KI-generiert

Deutsche Wirtschaft kämpft mit globalen Herausforderungen

Die deutsche Wirtschaft befindet sich Anfang 2026 in einer schwierigen Lage. Nach mehreren Jahren der Schwäche wird für 2026 zwar ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von etwa 1% erwartet. Dieses Wachstum wird hauptsächlich auf Sondervermögen für Infrastruktur, Verteidigungsausgaben, Entlastungen durch das Investitionssofortprogramm für Unternehmen und den Industriestrompreis zurückgeführt. Experten warnen jedoch, dass die wirtschaftliche Lage sogar noch düsterer ist als angenommen.

Als Hauptgrund für diese Einschätzung werden geoökonomische Verschiebungen wie die wachsende Rivalität zwischen den USA und China sowie deren offensive Handels- und Industriepolitik genannt, unter der die deutsche Industrie zunehmend leidet. Es besteht die Gefahr, dass Deutschland und die EU im internationalen Wettbewerb abgehängt werden, da die USA und China die Handelspolitik strategisch einsetzen und bei wichtigen Technologien nach Vorherrschaft streben.

Die OECD prognostiziert für 2026 ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1 %. Niedrige Inflation, höhere Löhne und steigende private Ausgaben sollen dazu beitragen. Auch wachsende öffentliche Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur sollen die Konjunktur beleben.

Industrieller Kern gefährdet

Die Forscher des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung sehen die Gefahr irreparabler Schäden am Kern der deutschen Wirtschaft, wenn die Industrieproduktion weiter zurückgeht. Um den künftigen Wohlstand des Landes zu sichern, müsse die Regierung mehrere Herausforderungen gleichzeitig meistern: Neben der Sicherung der Industrieproduktion sind dies der Umgang mit internationalem Wettbewerb, die sozial-ökologische Transformation und die Auswirkungen des Veränderungsdrucks auf den Arbeitsmarkt.

Arbeitsmarkt leidet unter Rezession

Die Rezession macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Im Dezember stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 2,908 Millionen. Im Jahresschnitt 2025 waren so viele Menschen betroffen wie seit 2013 nicht mehr.

DAX erreicht Rekordhoch

Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten erreichte der DAX kürzlich ein Rekordhoch von über 25.000 Punkten. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen dies auf die breite Wirtschaft und die Arbeitnehmer haben wird.

Politik setzt unterschiedliche Prioritäten

Die Regierung aus CDU/CSU und SPD setzt in der Steuerpolitik unterschiedliche Prioritäten. Während die Union den Fokus auf Steuersenkungen für Mittelstand, Personengesellschaften und Handwerk legt, will die SPD die Einkommensteuer reformieren, um kleine und mittlere Einkommen zu entlasten.

Klemens Fuest vom Ifo-Institut wirft der Regierung vor, Probleme zu verschärfen, statt sie zu lösen, und äußert wenig Hoffnung für 2026.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsredaktion