Bundespolizei stellt 14 mutmaßliche Schleuser in Bayern und Sachsen fest – 49 Migranten aufgegriffen

Bundespolizei stellt 14 mutmaßliche Schleuser in Bayern und Sachsen fest - 49 Migranten aufgegriffen

Großrazzia an zwei Grenzabschnitten

Bei koordinierten Einsätzen an der deutsch-tschechischen und deutsch-österreichischen Grenze hat die Bundespolizei am 14. Januar 2026 insgesamt 14 mutmaßliche Schleuser festgenommen. Im Zuge der Kontrollen wurden 49 Menschen ohne erforderliche Einreisedokumente aufgegriffen. Der Hauptschwerpunkt der Operation lag im Raum Weiden in der Oberpfalz (Bayern) sowie im sächsischen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Chronologie der Festnahmen

Die Einsätze begannen in den frühen Morgenstunden des 14. Januar. Im bayerischen Abschnitt stellten Beamte zwischen 4:30 Uhr und 11:00 Uhr sieben Verdächtige. Laut Bundespolizeiinspektion Regensburg handelte es sich bei fünf Festgenommenen um türkische Staatsangehörige, bei zwei weiteren um bulgarische. Sie sollen insgesamt 22 Migranten transportiert haben, darunter sechs Kinder. Parallel dazu nahmen Kräfte der Bundespolizeiinspektion Pirna im sächsischen Grenzgebiet sieben weitere mutmaßliche Schleuser fest. Diese Gruppe, bestehend aus vier Syrern, zwei Deutschen und einem Iraker, war mit 27 weiteren Personen unterwegs.

Hintergrund und Ermittlungen

Die Razzia war das Ergebnis mehrwöchiger Observationen. Ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam erklärte, die Schleuser hätten pro Person zwischen 1.500 und 3.500 Euro verlangt. Die Transporte erfolgten überwiegend in überladenen Transportern und abgedunkelten Pkw. Die Ermittlungen richten sich gegen die Festgenommenen wegen des Verdachts der banden- und gewerbsmäßigen Schleusung. Die aufgegriffenen Migranten wurden der zuständigen Ausländerbehörde übergeben; das Verfahren zur Prüfung ihrer Asylanträge wurde eingeleitet.

Rechtlicher Rahmen und vorherige Vorfälle

Die Strafverfolgung erfolgt auf Grundlage von § 96 Aufenthaltsgesetz (AufenthG), der die Einschleusung von Ausländern unter Strafe stellt. Die Bundespolizei verzeichnet seit Monaten eine erhöhte Aktivität von Schleuserbanden an den östlichen Grenzen. Bereits am 7. Dezember 2025 waren bei einer ähnlichen Aktion im Raum Passau neun Verdächtige festgenommen worden. Die aktuellen Festnahmen zeigen, dass die Routen sich weiter verlagern.

Bildquelle: Pixabay