Schweres Zugunglück in der Provinz Hunan: 17 Tote, 44 Verletzte bei Frontalzusammenstoß

Schweres Zugunglück in der Provinz Hunan: 17 Tote, 44 Verletzte bei Frontalzusammenstoß

Zwei Züge kollidieren auf eingleisiger Strecke

Am frühen Morgen des 7. Januar 2026, gegen 05:47 Uhr Ortszeit, stießen auf der Strecke zwischen Chenzhou und Hengyang in der südchinesischen Provinz Hunan zwei Personenzüge frontal zusammen. Der Vorfall ereignete sich auf einem eingleisigen Abschnitt nahe der Stadt Leiyang. Nach offiziellen Angaben der China State Railway Group (China Railway) kamen 17 Menschen ums Leben, 44 weitere wurden verletzt.

Chronologie der Rettungs- und Bergungsarbeiten

Die beiden betroffenen Züge waren der K1236 von Zhuzhou nach Shenzhen und der K9083 von Hengyang nach Chenzhou. Laut dem örtlichen Kommandozentrum für Notfälle trafen die ersten Rettungskräfte um 06:15 Uhr am Unglücksort ein. Insgesamt wurden über 500 Rettungskräfte der Feuerwehr, des medizinischen Dienstes und der Polizei mobilisiert, darunter Einheiten aus den umliegenden Städten Chenzhou und Hengyang. Bis 10:30 Uhr waren alle überlebenden Passagiere aus den Trümmern geborgen und in nahegelegene Krankenhäuser gebracht worden. Der Bahnverkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung wurde für über 12 Stunden unterbrochen.

Erste Ermittlungsergebnisse und Hintergrund

Die nationale Eisenbahnbehörde hat eine Untersuchungskommission unter der Leitung von Liu Zhenfang, dem Direktor des Sicherheitsüberwachungsamtes, eingesetzt. Erste vorläufige Ermittlungen deuten auf ein schwerwiegendes Signal- oder Kommunikationsversagen als wahrscheinliche Ursache hin. Ein Sprecher der Behörde bestätigte, dass die Streckenabschnitts-Sperrung („block section“) versagt habe, was beiden Zügen die Fahrt auf das gleiche Gleis erlaubt habe. Der Vorfall ist der schwerste Eisenbahnunfall in China seit dem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Wenzhou im Juli 2011, bei dem 40 Menschen starben. Das nationale Eisenbahnnetz, mit über 155.000 Kilometern Streckenlänge (Stand 2025), unterzieht sich seitdem regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen. Die letzte großangelegte Inspektionskampagne für Signalanlagen in der Region Hunan fand im November 2025 statt.

Bildquelle: Pixabay