Ghana: 17 Tote bei Busunglück auf Accra-Kumasi Highway nach Reifenplatzer

Ghana: 17 Tote bei Busunglück auf Accra-Kumasi Highway nach Reifenplatzer

Schwerer Verkehrsunfall fordert zahlreiche Todesopfer

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Nationalstraße N6 zwischen Accra und Kumasi sind am Samstag, dem 4. Januar 2026, mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Ein Reisebus der Firma VIP Jeoun Transport, mit 52 Personen an Bord, kollidierte nach einem geplatzten Reifen frontal mit einem entgegenkommenden LKW.

Chronologie des Unglücks

Der Unfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr Ortszeit bei Kilometer 78 der N6, nahe der Stadt Nkawkaw in der Eastern Region. Laut dem Polizeisprecher der Eastern Regional Police Command, Deputy Superintendent of Police (DSP) Ebenezer Tetteh, verlor der Fahrer des Busses, Kwame Asare (47), die Kontrolle über das Fahrzeug, nachdem ein Vorderreifen geplatzt war. Der Bus, mit dem Kennzeichen GT 5698-21, überquerte die Mittellinie und prallte mit einem MAN-LKW (Kennzeichen AS 7892-25) zusammen, der von Samuel Osei (39) gesteuert wurde.

17 Insassen des Busses, darunter 12 Frauen und 5 Männer, starben noch an der Unfallstelle. 35 weitere Personen wurden mit teils schweren Verletzungen in das St. Joseph’s Hospital in Nkawkaw und das Holy Family Hospital in Nkawkaw eingeliefert. Der Busfahrer Kwame Asare und der LKW-Fahrer Samuel Osei überlebten den Aufprall mit leichten Verletzungen. Die Rettungsarbeiten wurden durch die National Fire Service und das National Ambulance Service durchgeführt.

Hintergrund: Gefährliche Hauptverkehrsader

Die N6 zwischen Accra und Kumasi ist eine der meistbefahrenen und unfallträchtigsten Straßen Ghanas. Das Ghana Police Service verzeichnete im Jahr 2024 auf dieser Strecke 124 schwere Unfälle mit 89 Todesopfern. Ein Hauptgrund sind laut der National Road Safety Authority (NRSA) mangelhafte Wartung und überalterte Fahrzeugflotten, insbesondere bei privaten Reisebusunternehmen. Ein ähnlich schwerer Unfall ereignete sich am 22. Dezember 2023 bei Kintampo, als ein Bus in einen LKW fuhr und 15 Menschen starben.

Die NRSA hatte im November 2025 eine landesweite Überprüfung von Reisebussen angekündigt, nachdem bei Stichproben bei 40% der kontrollierten Fahrzeuge gravierende Mängel an Bremsen und Reifen festgestellt worden waren. Das betroffene Unternehmen VIP Jeoun Transport war bei dieser Überprüfung nicht kontrolliert worden. Das Ministerium für Transport hat für den 13. Januar 2026 eine Dringlichkeitssitzung mit Vertretern der Busunternehmervereinigung angekündigt.

Bildquelle: Pixabay