Afrikanische Schuldenkrise gefährdet soziale Infrastruktur: Ghana als Beispiel

Afrikanische Schuldenkrise gefährdet soziale Infrastruktur: Ghana als Beispiel
Quelle: KI-generiert

Schuldenkrise verschärft sich in Afrika: Soziale Infrastruktur leidet

Die Schuldenlast vieler afrikanischer Staaten hat in den letzten Jahren ein kritisches Ausmaß erreicht und droht, die Entwicklung des Kontinents nachhaltig zu bremsen. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen wenden afrikanische Länder mittlerweile mehr Geld für Zinszahlungen auf als für Bildung oder Gesundheitsversorgung.

Ghana ist ein besonders besorgniserregendes Beispiel. Der Internationale Währungsfonds (IWF) überwacht die Staatsausgaben des Landes, und in einer Region nahe der Hauptstadt Accra steht 250.000 Einwohnern nur noch eine einzige öffentliche Sekundarschule zur Verfügung. Diese Kürzungen im Bildungssektor sind eine direkte Folge der Schuldenkrise und gefährden die Zukunft junger Menschen.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass die Schulden afrikanischer Staaten sich Ende 2021 auf 645 Milliarden US-Dollar beliefen. Der Schuldendienst wird im laufenden Jahr voraussichtlich 10,6 Prozent der afrikanischen Staatsausgaben beanspruchen, verglichen mit 3,5 Prozent im Jahr 2010.

Die steigende Verschuldung zwingt viele afrikanische Länder, Kredite gegen Rohstoffe einzutauschen oder Anleihen mit längerer Laufzeit zu akzeptieren. Diese Praktiken können zu neuen Abhängigkeiten und Krisen führen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordern Beobachter gerechtere Kreditbedingungen und soziale Investitionen, um eine positive Entwicklung des Kontinents zu ermöglichen.

USA greifen in Venezuela ein – Lateinamerika gespalten

Der militärische Angriff der USA auf Venezuela hat in Lateinamerika unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während linke Regierungen die Intervention verurteilen, signalisieren rechte Regierungen Zustimmung. Viele Migranten in der Region hoffen auf eine Rückkehr in ihre Heimat.

Die linken und Mitte-links Regierungen Kolumbiens, Mexikos, Chiles und Brasiliens verurteilten die US-Intervention in Venezuela geschlossen als Bruch des Völkerrechts. Mexiko betonte, dass die Intervention eine Verletzung der Grundprinzipien der UN-Charta darstellt, und forderte ein Ende der Aggression gegen Venezuela.

Die Eskalation der Spannungen hat in einigen Ländern die Sorge vor einem möglichen Übergreifen der US-Intervention verstärkt. Angesichts der Drohungen aus Washington wächst die Furcht um die eigene Souveränität. Chiles Präsident warnte, dass nach Venezuela auch andere Staaten betroffen sein könnten.

US-Präsident Trump kündigte an, dass die USA künftig die politische Führung in Venezuela übernehmen werden. Er aktualisierte die Monroe-Doktrin zur „Donroe-Doktrin“, die eine US-Dominanz in der westlichen Hemisphäre vorsieht. Die neue Sicherheitsstrategie der USA erlaubt Interventionen in Lateinamerika zur Bekämpfung von Kriminalität, Migration und zur Sicherung strategischer Interessen.

Die Reaktionen auf die Festnahme von Präsident Maduro fielen unterschiedlich aus: Rechtsregierungen wie Ecuador und Argentinien bejubelten sie, während Mitte-Links-Regierungen wie Brasilien, Kolumbien und Mexiko alarmiert reagierten. Die Kritik an Trumps Eingreifen bedeutet jedoch nicht Unterstützung für Maduro, sondern Ausdruck der Sorge vor einem Präzedenzfall für eine völkerrechtlich fragliche Intervention.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Global South Report