Alarmierende Schuldenkrise bedroht Entwicklungsländer: Kürzungen der Entwicklungshilfe verschärfen die Lage
Die Staatsschulden vieler Entwicklungsländer erreichen kritische Werte, wodurch eine neue Schuldenkrise droht. In Zeiten niedriger Zinsen wurden günstige Kredite aufgenommen, doch steigende Zinsen gefährden nun die Fähigkeit vieler Länder, ihre Schulden zu tilgen. Dies betrifft insbesondere Länder des Globalen Südens, wo der Schuldendienst bereits einen erheblichen Teil der Staatseinnahmen verschlingt.
Die Kürzung der Entwicklungshilfe durch Deutschland, insbesondere in Asien und Lateinamerika, verschärft die Situation zusätzlich. Laut Reem Alabali Radovan (SPD) werden sich die Krisenpräventionen Deutschlands auf die „erweiterte Nachbarschaft“ konzentrieren, was zu Lasten anderer Regionen geht.
Neokolonialismus und Rohstoffausbeutung: Afrika im Visier
Afrika bleibt ein Spielball globaler Rohstoffinteressen. Trotz formaler Unabhängigkeit bestehen koloniale Strukturen fort, in denen westliche Staaten weiterhin wirtschaftlichen und politischen Einfluss ausüben. Frankreichs Rolle in Niger, wo französische Firmen Uranminen ausbeuten, ist ein Beispiel für diese neokoloniale Ausbeutung. Die Rohstoffausbeutung führt oft zu Umwelt- und Gesundheitsschäden für die lokale Bevölkerung.
Der „neue Extraktivismus“ in Lateinamerika zeigt ähnliche Muster, wobei der Fokus auf der Ausbeutung von Rohstoffen für den Export liegt. Obwohl einige (Mitte)-Linksregierungen die staatliche Kontrolle über die Rohstoffe erhöht haben, bleibt die Fixierung auf Rohstoffexporte bestehen.
Migration: Ein Teufelskreis aus Armut und Perspektivlosigkeit
Die Kombination aus Schuldenkrise, Rohstoffausbeutung und den Folgen des Neokolonialismus trägt zur Migration aus den betroffenen Ländern bei. Die Kürzung der Entwicklungshilfe könnte die Situation weiter verschärfen, da weniger Mittel für die Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort zur Verfügung stehen.
Es ist wichtig zu beachten, dass die „internationale Gemeinschaft“ nicht nur aus westlichen Staaten besteht, sondern alle Staaten umfassen sollte. Eine gerechte Weltordnung erfordert die Berücksichtigung der Interessen der globalen Mehrheit und eine Abkehr von einseitigen Abhängigkeiten.
Welthandel im Abschwung: Handelskrieg bremst Wachstum
Der Welthandel erlebt einen deutlichen Einbruch, der sich 2026 noch verstärken wird. Laut Allianz Trade verlangsamt sich das Wachstum des Welthandels von 2 % im Jahr 2025 auf nur noch 0,6 % im Jahr 2026. Dieser Rückgang ist eine Folge des Handelskriegs und trifft insbesondere Entwicklungsländer hart, die ohnehin schon mit Schulden und wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen haben.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Global South Report



