Gebrauchtwagenpreise sinken: E-Auto-Förderung als möglicher Stabilisator für Normalverdiener

Gebrauchtwagenpreise sinken: E-Auto-Förderung als möglicher Stabilisator für Normalverdiener
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Autos für Normalverdiener: Ein kritischer Blick auf Modelle, Werkstätten und Rückrufaktionen

Der Automarkt bleibt ein heißes Eisen für Normalverdiener. Während einige Hersteller mit vermeintlichen Kampfpreisen locken, lauern an anderer Stelle unerwartete Kostenfallen. Es ist also Vorsicht geboten, um nicht am Ende tiefer in die Tasche greifen zu müssen als geplant.

Gebrauchtwagenmarkt: Preise sinken, E-Auto-Förderung als Hoffnungsträger

Gute Nachrichten gibt es vom Gebrauchtwagenmarkt: Hier sind die Preise im Dezember erneut gesunken. Der Auto1 Group Price Index, ein wichtiger Indikator für die Preisentwicklung in Europa, fiel auf 138,2 Punkte, was einem Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Experten sehen in der geplanten E-Auto-Förderung für Gebrauchtwagen einen möglichen Impulsgeber für das kommende Jahr. Staatliche Zuschüsse könnten die Nachfrage ankurbeln und die Preisentwicklung stabilisieren. Allerdings sollten Interessenten bedenken, dass die Förderung an bestimmte Bedingungen geknüpft ist, wie beispielsweise ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 45.000 Euro bei Familien mit mindestens zwei Kindern unter 18 Jahren.

Dacia Spring: Elektroauto zum Kampfpreis?

Der Dacia Spring sorgt weiterhin für Aufsehen. Mit einem Basispreis von 11.900 Euro nach Abzug des Dacia-Elektrobonus ist er derzeit das günstigste Elektroauto auf dem deutschen Markt. Durch die Kombination mit der staatlichen E-Auto-Förderung könnte der Preis sogar auf 5.900 Euro sinken. Allerdings gilt es, das Kleingedruckte zu beachten: Der Aktionspreis gilt nur für Vertragsabschlüsse bis zum 28. Februar 2026 und eine Erstzulassung bis zum 30. Juni 2026. Zudem ist der Spring kein Allrounder, sondern ein eher minimalistisches Fahrzeug mit klaren Grenzen bei Sicherheit, Langstreckentauglichkeit und Ladeleistung.

Werkstatt-Ärger: Mangelhafte Reparaturen und überhöhte Rechnungen

Ärger mit der Werkstatt ist ein Dauerthema. Mangelhafte Reparaturen und überhöhte Rechnungen sind keine Seltenheit. Der ADAC rät, bei Problemen zunächst eine Frist zur Nachbesserung zu setzen. BeiUnstimmigkeiten kann eine Schiedsstelle des Kfz-Handwerks helfen. Es ist ratsam, vorab einen verbindlichen Kostenvoranschlag einzuholen, der in der Regel nicht wesentlich überschritten werden darf (Faustregel: 15 bis 20 Prozent).

Rückrufaktionen: BMW X3 und weitere Modelle betroffen

Auch in der vergangenen Woche gab es wieder Rückrufaktionen verschiedener Hersteller. BMW ruft weltweit mehr als 105.000 X3 zurück. Grund ist eine mögliche Fehlfunktion des Lenkgetriebesensors, die zu ungewollten Lenkbewegungen führen kann. Zudem mussten Lynk & Co Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum 2022/2023 wegen eines möglichen vorzeitigen Verschleißes des Zahnriemens zurückgerufen werden. Eine detaillierte Übersicht über aktuelle Rückrufaktionen bietet das Portal Auto Service Praxis.

Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Auto-Tester