Fanblast unter Betrugsverdacht: Influencer sollen Fans mit falschen Versprechungen um hohe Summen gebracht haben

Fanblast unter Betrugsverdacht: Influencer sollen Fans mit falschen Versprechungen um hohe Summen gebracht haben
Quelle: KI-generiert

Fanblast-Skandal: Influencer sollen Fans betrogen haben

Die von Jens „Knossi“ Knossalla mitgegründete Plattform Fanblast steht aktuell im Zentrum von Betrugsvorwürfen. Influencer sollen ihre größten Fans um Zehntausende Euro betrogen haben, indem sie auf der Plattform, die interaktives Streaming verspricht, falsche Hoffnungen auf persönlichen Kontakt machten. Fans investierten teilweise bis zu 9.000 Euro in Chats, in denen Mitarbeiter den Nutzern eine mögliche Liebesbeziehung vorgaukelten, um ihnen Geld zu entlocken.

Der Anwalt Dr. Christian Solmecke hatte bereits im August auf YouTube über ein einstweiliges Verfügungsverfahren des Landgerichts Hamburg berichtet. BestFans, eine ähnliche Plattform, warf Fanblast täuschende Chatangebote und Datenschutzverstöße vor. Das Gericht untersagte daraufhin bestimmte Geschäftspraktiken und drohte bei Zuwiderhandlung mit einem Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. Fanblast darf seitdem nicht mehr behaupten, dass Fans direkt mit ihren Idolen kommunizieren.

Auch Verstöße gegen den Jugendmedienschutz wurden behandelt, da Nutzer explizite Inhalte sehen konnten, ohne Altersprüfung. Zudem wurden die Datenschutzhinweise kritisiert, da sie nur auf Englisch verfügbar waren.

Der YouTuber Robin Blase hat den Fall in einem aufwendig produzierten Video aufgedeckt, das viral ging und Reaktionen von anderen Internetstars hervorrief. Blase betont, dass den Usern zwar Naivität vorgeworfen werden könne, aber auf der anderen Seite mit Kalkül und Professionalität gearbeitet werde. Er deckte auf, dass Agenturen, die mit Fanblast kooperieren, teils vierstellige Preise für Fotos in den Chats anboten und Kaufdruck aufbauten, indem sie drohten, den Chatkontakt abzubrechen.

Knossi distanziert sich von den aktuellen Inhalten und gibt an, seit über zwei Jahren nicht mehr in die operativen Aktivitäten des Unternehmens eingebunden zu sein. Er bezeichnete das heutige Produkt des Unternehmens als „Abschaumzeug“.

Die Betrugsvorwürfe sorgen für Diskussionen auf TikTok, YouTube und Co., wobei sich die Kommentare unter Knossis Social-Media-Beiträgen häufen. RobBubble erklärte, dass er Knossi bereits vor der Veröffentlichung seines Videos um ein Statement gebeten habe, woraufhin dieser aber nicht eingegangen sei.

Die Enthüllungen von Blase zeigen Abgründe eines Schattengeschäfts auf, in dem Fans hohe Summen für vermeintlich exklusive Inhalte zahlen. Eine Chatterin, die OnlyFans-Accounts betreut, erzählte, dass sie manche Chatpartner am liebsten schütteln würde, da diese glauben, ein Model würde rund um die Uhr am Computer sitzen, um Nachrichten zu beantworten.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Recherche-Team