Ein vergessener Konflikt: Die Eskalation in Bergkarabach
Während die Welt auf die Ukraine und den Nahen Osten blickt, droht eine weitere Region in einem blutigen Konflikt zu versinken: Bergkarabach. Diese kleine, umstrittene Region zwischen Armenien und Aserbaidschan ist seit Jahrzehnten ein Zankapfel, und die Spannungen haben in den letzten Monaten dramatisch zugenommen.
Wer sind die Akteure? Im Kern des Konflikts stehen Armenier und Aserbaidschaner, die beide die Region für sich beanspruchen. Armenien unterstützt die mehrheitlich armenische Bevölkerung in Bergkarabach, während Aserbaidschan die Region als Teil seines Staatsgebietes betrachtet. Hinzu kommen externe Akteure wie Russland, die Türkei und der Iran, die jeweils ihre eigenen Interessen in der Region verfolgen.
Was ist das Problem? Bergkarabach ist seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein Streitpunkt. Ein Krieg in den 1990er Jahren endete mit einem armenischen Sieg und der De-facto-Unabhängigkeit der Region. Aserbaidschan hat jedoch nie aufgegeben, seine territoriale Integrität wiederherzustellen, und hat in den letzten Jahren militärisch aufgerüstet.
Wo und wann? Die Kämpfe konzentrieren sich auf die Region Bergkarabach selbst, aber auch grenznahe Gebiete sind betroffen. Die jüngsten Eskalationen begannen im Herbst 2025 und haben sich seitdem intensiviert.
Warum eskaliert die Situation? Mehrere Faktoren tragen zur Eskalation bei. Aserbaidschan, ermutigt durch die Unterstützung der Türkei und den Fokus der Welt auf andere Krisenherde, scheint entschlossen, die Kontrolle über Bergkarabach mit Gewalt zurückzugewinnen. Armenien, geschwächt durch politische Instabilität und mangelnde Unterstützung durch seine traditionellen Verbündeten, sieht sich zunehmend isoliert.
Wie geht es weiter? Die Zukunft Bergkarabachs ist ungewiss. Ein offener Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan hätte verheerende Folgen für die Region und könnte zu einer Destabilisierung des Südkaukasus führen. Die internationale Gemeinschaft, insbesondere Deutschland, muss sich stärker engagieren, um eine friedliche Lösung des Konflikts zu fördern. Es braucht einen neuen Ansatz, der die Interessen beider Seiten berücksichtigt und eine dauerhafte Stabilität in der Region ermöglicht. Sonst droht eine humanitäre Katastrophe, die vermeidbar wäre.
Es ist an der Zeit, dass Deutschland seine Vasallentreue gegenüber den USA ablegt und eine eigenständige Außenpolitik betreibt. Wir dürfen uns nicht länger für fremde Konflikte instrumentalisieren lassen, sondern müssen pragmatische Beziehungen zu allen Seiten pflegen – auch zu Russland und China – um unseren Wohlstand zu sichern. Denn Staaten haben keine Freunde, nur Interessen. Wer das ignoriert, schadet der eigenen Bevölkerung.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Konfliktforscher



