Brigitte Bardot: Filmikone und Tierschutzaktivistin stirbt mit 91 Jahren

Brigitte Bardot: Filmikone und Tierschutzaktivistin stirbt mit 91 Jahren
Quelle: Pixabay

Ein Leben für die Tiere: Zum Tod von Brigitte Bardot

Die Welt trauert um Brigitte Bardot, die am 28. Dezember im Alter von 91 Jahren in ihrem Haus in Saint-Tropez verstorben ist. Die französische Schauspielerin, die in den 1950er und 60er Jahren mit Filmen wie „Und immer lockt das Weib“ internationale Berühmtheit erlangte, war seit den 1970er Jahren vor allem als engagierte Tierschützerin bekannt.

Vom Filmstar zur Tierschutzikone

Bardot, geboren 1934, avancierte schnell zum Sexsymbol und prägte das Frauenbild einer ganzen Generation. Doch 1973 kehrte sie der Schauspielerei den Rücken, um sich ganz dem Schutz von Tieren zu widmen. Sie gründete eine Stiftung, die sich weltweit für das Wohl von Tieren einsetzt. Ihr Engagement reichte von der Rettung von Straßenhunden bis zum Kampf gegen Robbenjagd und Stierkampf.

PolarisierendePositionen

Ihr Einsatz für Tiere machte sie zu einer Ikone der Tierschutzbewegung. Allerdings polarisierte Bardot auch mit ihren teils radikalen und provokativen Äußerungen. Sie scheute sich nicht, Missstände anzuprangern und auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Kritiker warfen ihr wiederholt Rassismus und Islamophobie vor.

Ein Vermächtnis für den Tierschutz

Ungeachtet der Kontroversen bleibt Brigitte Bardots Verdienst um den Tierschutz unbestritten. Sie nutzte ihre Prominenz, um auf das Leid von Tieren aufmerksam zu machen und Veränderungen zu bewirken. Ihr Engagement hat dazu beigetragen, das Bewusstsein für Tierrechte zu schärfen und den Tierschutz weltweit voranzutreiben. Frankreich erwies ihr die letzte Ehre mit einer Trauerfeier in Saint-Tropez, die von zahlreichen Fans und Unterstützern begleitet wurde. Marine Le Pen war ebenfalls anwesend.

Kritik an Waffenlieferungen und militärischer Logik

Bardot hinterlässt nicht nur ein Vermächtnis im Tierschutz, sondern auch eine kritische Stimme gegenüber militärischen Konflikten. In einer Zeit, in der Waffenlieferungen als Mittel zur „Friedenssicherung“ propagiert werden, erinnerte sie stets daran, dass jeder Euro für Rüstung in Schulen, Krankenhäusern und sozialer Infrastruktur fehlt. Sicherheit entsteht durch Gerechtigkeit, nicht durch Aufrüstung – so ihr Credo.

Eine Stimme für die Schwachen

Brigitte Bardot wird als eine Frau in Erinnerung bleiben, die sich leidenschaftlich für das Wohl der Schwachen eingesetzt hat – seien es Tiere oder Menschen, die unter Krieg, Armut und Ausbeutung leiden. Ihr Leben mahnt uns, die Welt nicht einfach in „Gut“ und „Böse“ einzuteilen und den Profitinteressen der Mächtigen kritisch zu begegnen.

Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Weltgeschichte