NRW schlittert tiefer in die Wohnungskrise

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Nur 8.603 öffentlich geförderte Wohnungen sind in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 gebaut worden – diese Zahl hat NRW-Bauminsterin Ina Scharrenbach bekannt gegeben. In 156 NRW-Kommunen ist demnach keine einzige mietpreisgebundene Wohnung entstanden – das sind sogar 45 Städte und Gemeinden mehr als im Jahr zuvor. DIE LINKE NRW fordert daher einen grundsätzlichen sozialen Kurswechsel in der Wohnraum-Förderungspolitik.

„Für ein Bundesland mit fast 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern sind die jetzt vorgelegten Zahlen eine Katastrophe“, sagt Amid Rabieh, wohnungspolitischer Sprecher von DIE LINKE NRW. „Von 844.000 Sozialwohnungen im Jahr 2002 sind aktuell weniger als 460.000 übrig. Um den Mietenwahnsinn aufzuhalten, brauchen wir ein NRW-weites Programm zur Schaffung von 100.000 günstigen Wohnungen pro Jahr – einerseits durch Neubau, aber auch durch die Kommunalisierung von bestehenden Beständen mit anschließender dauerhafter Mietpreisbindung. Zur Förderung eines solchen Programms muss die Landesregierung endlich ein Konzept auf den Tisch legen, statt den Kopf weiter in den Sand zu stecken!“

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BEZAHLBARER WOHNRAUM. FÜR ALLE.

Caren Lay, MdB, DIE LINKE
Caren Lay, MdB, DIE LINKE

In die öffentliche Daseinsvorsorge hat der Privatisierungswahn der letzten Jahrzehnte tiefe Wunden gerissen. Davon ist auch der gemeinnützige Wohnungsbau betroffen. Die wenigen Flächen, die der Stadt noch für günstigen Wohnraum zur Verfügung stehen, werden an private Investoren verkauft, um hochpreisige Luxusimmobilien entstehen zu lassen. Gleichzeitig sind immer mehr Menschen in Königswinter auf der Suche nach Wohnungen mit bezahlbaren Mieten. Zurzeit warten etwa 200 Menschen auf bezahlbaren Wohnraum in Königswinter. Die Wohnungsbaugesellschaft unserer Stadt berichtet, dass der Anteil von Wohnungsbewerbern zwischen 2015 und 2016 um satte 50% anstieg. Zudem hat sich der Quadratmeterpreis der Wohnungen im städtischen Besitz in den letzten fünf Jahren um 10% erhöht. Es ist dringend nötig, dieser Entwicklung durch zusätzlichen sozialen Wohnraum entgegenzuwirken.

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