Globale Wirtschaft im Umbruch: Zwischen Handelskriegen und Tech-Innovationen
Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin in einem komplexen Spannungsfeld, geprägt von Handelskonflikten, dem Aufstieg Chinas und technologischen Umwälzungen. Die Ära der ungebremsten Globalisierung, wie sie von den USA angeführt wurde, scheint vorbei zu sein. Protektionistische Maßnahmen, insbesondere die US-Zollpolitik unter Präsident Trump, bleiben ein Unsicherheitsfaktor. Obwohl Bernstein Research betont, dass der Welthandel trotz dieser Politik gewachsen ist, beobachten Analysten eine zunehmende Komplexität der Lieferketten, von der vor allem Logistikunternehmen profitieren, die Lösungen für diese Herausforderungen anbieten.
Handelskriege: Deeskalation und neue Konflikte
Nach einer Phase der Eskalation deutet sich im Handelskrieg zwischen den USA und China eine vorläufige Entspannung an. Präsident Xi Jinping und US-Präsident Trump einigten sich in Busan, Südkorea, auf eine wirtschaftliche Entspannung. China will Exportkontrollen lockern, große Mengen Sojabohnen in den USA kaufen und den illegalen Handel mit Fentanyl intensiver bekämpfen. Im Gegenzug reduzieren die USA die Handelszölle gegen China. Es bleibt abzuwarten, ob diese Deeskalation von Dauer ist, oder ob es sich nur um eine temporäre Pause handelt.
Gleichzeitig drohen neue Zollkonflikte, insbesondere für die europäische Industrie, die weiterhin unter Trumps Zöllen leidet. Auch das Verhältnis der EU zu China bleibt angespannt, da Pekings Exportkontrollen das Vertrauen europäischer Unternehmen erschüttern.
Tech-Giganten im KI-Fieber: Blase oder nachhaltiges Wachstum?
Der Hype um Künstliche Intelligenz (KI) treibt die Investitionen der großen Technologiekonzerne (Tech-Giganten) wie Microsoft, Google, Amazon und Meta in ungeahnte Höhen. Bis 2029 werden die sogenannten Hyperscaler rund 2,5 Billionen Dollar in KI investieren. Infineon-Chef Jochen Hanebeck sieht trotz des Hypes kein unmittelbares Blasenrisiko, da die Investitionen größtenteils aus dem Cashflow der Unternehmen finanziert werden. Allerdings warnt Flossbach von Storch vor einer möglichen Abschreibungswelle ab 2030, die die Gewinne der Tech-Giganten erheblich belasten könnte. Es bleibt die Frage, ob sich die hohen Investitionen in KI langfristig auszahlen oder ob eine Korrektur bevorsteht.
Deutschland im globalen Wettbewerb: Eine Standortbestimmung
Deutschland, das lange Zeit von der Globalisierung profitierte, scheint zunehmend den Anschluss zu verlieren. Die Exportelastizität ist unter eins gefallen, was bedeutet, dass deutsche Exporte unterdurchschnittlich vom Wachstum des Welthandels profitieren. Hinzu kommen geopolitische Verwerfungen und die Alterung der Gesellschaft, die die Innovationsdynamik bremsen. Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, muss Deutschland sich neu positionieren und seine Stärken in den Bereichen Technologie, Innovation und Qualität ausspielen.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Global Economy



