Gold, Silber und Bitcoin steigen: Inflation und Sorge um digitalen Euro treiben Kurse

Gold, Silber und Bitcoin steigen: Inflation und Sorge um digitalen Euro treiben Kurse
Quelle: KI-generiert

Gold und Bitcoin im Wettlauf gegen die Inflation: Experten warnen vor Überwachung durch digitalen Euro

Während traditionelle Schutzmechanismen wie Gold und in jüngerer Zeit auch Bitcoin als Inflationsschutz dienen, wächst die Sorge vor den Plänen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Einführung eines digitalen Euros. Kritiker warnen vor einer möglichen Einschränkung der finanziellen Selbstbestimmung und einer Ausweitung der staatlichen Überwachung.

Gold und Silber erleben Jahresauftakt mit deutlichen Gewinnen

Die Preise für Gold und Silber sind zum Start ins neue Handelsjahr gestiegen. Gold legte um etwa 55 US-Dollar auf 4.374 Dollar pro Feinunze zu, während Silber um mehr als drei Prozent auf 74,02 Dollar je Unze stieg. Im Jahr 2025 hatte sich Gold um fast 65 Prozent verteuert, was dem höchsten Jahresplus seit 1979 entspricht. Geopolitische Risiken und die Erwartung sinkender Zinsen in den USA treiben die Preise für Edelmetalle an.

Bitcoin: Mehr als nur Spekulation – Ein wachsendes Inflationsschutz-Asset

Bitcoin erlebt eine veränderte Wahrnehmung als Absicherung gegen Inflation. In einer Umfrage vom September 2025 stuften 46% der Anleger Kryptowährungen explizit als Inflationsschutz ein, gegenüber nur 29% im ersten Quartal 2025. Dies deutet darauf hin, dass Bitcoin zunehmend als strategischer Bestandteil langfristiger Portfolios verstanden wird.

EZB treibt digitalen Euro voran – Kritik aus der Bankenbranche

Die EZB setzt ihre Pläne zur Einführung eines digitalen Euros fort, trotz Kritik und Widerstand aus der Finanzbranche. Die Notenbank plant, die technischen Voraussetzungen für eine mögliche Einführung im Jahr 2029 zu schaffen. Ein Pilotprojekt mit ausgewählten Zahlungsdienstleistern und Händlern ist für 2027 geplant. Kritiker, wie Jörg Krämer von der Commerzbank, fordern einen Stopp des Projekts und warnen vor hohen Kosten und geringem Nutzen für die Bürger. Es wird befürchtet, dass die immensen Kosten letztendlich von den Banken auf ihre Kunden abgewälzt werden müssen.

Sorge vor Überwachung und Kontrollverlust

Mit dem digitalen Euro könnten umfassende Überwachung und Kontrolle Einzug halten. Es wird befürchtet, dass Zahlungsdaten staatlich erfassbar werden könnten, was den Weg zum gläsernen Bürger ebnen würde. Die EZB betont zwar, dass der digitale Euro das Bargeld nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen soll, aber das Misstrauen gegenüber einer staatlich kontrollierten Währung bleibt.

Bargeld als Garant für Freiheit bewahren

Es ist entscheidend, die Wahlfreiheit zwischen digitalen und physischen Zahlungsmitteln zu gewährleisten. Bargeld muss als Ausdruck finanzieller Freiheit erhalten bleiben, um eine vollständige Überwachung durch den Staat zu verhindern. Die Bürger müssen sich bewusst sein, dass der digitale Euro, obwohl er Bequemlichkeit verspricht, auch die Tür zu potenzieller Kontrolle und Manipulation öffnen könnte. Finanzielle Selbstbestimmung bedeutet auch, die Kontrolle über die eigenen Daten zu behalten und sich nicht einem System auszuliefern, das die Privatsphäre untergräbt.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Finanzwächter