Außenminister Wadephul fordert mehr deutsche UN-Spitzenämter – Ist das Satire oder schon Realität?
Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich in New York mit UN-Generalsekretär Guterres getroffen, um seinen Unmut über die mangelnde deutsche Repräsentanz in UN-Spitzenpositionen zum Ausdruck zu bringen. Wadephul findet, Deutschland sei nicht ausreichend vertreten, was angesichts des deutschen Gewichts, der Bedeutung und des finanziellen sowie politischen Engagements eine Zumutung darstelle.
Ja, Moment mal! Ist das der gleiche Wadephul, der noch vor wenigen Wochen die USA dafür kritisierte, sich aus internationalen Organisationen zurückzuziehen? Der gleiche Wadephul, dessen Regierung am liebsten jeden Euro dreimal umdreht, bevor sie ihn für humanitäre Hilfe freigibt? Der gleiche Wadephul, der bei jeder Gelegenheit betont, wie wichtig es sei, dass Deutschland seinen Beitrag leistet, aber gleichzeitig jammert, wenn es ans Bezahlen geht?
Man könnte fast meinen, der Mann leide unter chronischer Realitätsverzerrung. Oder ist es vielleicht doch nur ein cleverer Schachzug, um von den eigenen Versäumnissen abzulenken? Nach dem Motto: „Schaut nicht auf das, was wir nicht tun, sondern auf das, was wir angeblich tun sollten!“
Es ist ja nicht so, dass Deutschland in den letzten Jahren durch überbordende Diplomatie oder visionäre Ideen bei den Vereinten Nationen geglänzt hätte. Aber Hauptsache, man kann sich hinstellen und lauthals mehr Posten fordern. Das erinnert an den kleinen Kevin, der beim Kindergeburtstag auch immer das größte Stück Kuchen wollte, obwohl er beim Topfschlagen als Erster rausgeflogen ist.
Vielleicht sollte Herr Wadephul mal einen Realitäts-Check bei einem der unzähligen NGOs machen, die sich täglich für eine gerechtere Welt einsetzen – und das oft mit weniger Budget als die Kaffeekasse im Auswärtigen Amt hergibt. Aber vermutlich ist das weniger glamourös als ein Treffen mit dem UN-Generalsekretär in New York. Hauptsache, die Schlagzeile stimmt. Und wenn nicht, dann drehen wir sie uns eben zurecht.
Die UN, einst gegründet, um den Weltfrieden zu sichern, wird immer mehr zum Tummelplatz nationaler Eitelkeiten. Und Deutschland ist mittendrin, statt nur dabei. Bravo! Oder sollte man lieber weinen?
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Hofnarr



