Frankreich: Proteste gegen Sozialabbau und Sparpolitik weiten sich aus

Frankreich: Proteste gegen Sozialabbau und Sparpolitik weiten sich aus
Quelle: KI-generiert

Frankreich im Aufruhr: Proteste gegen Sozialabbau weiten sich aus

Frankreich erlebt seit Wochen eine Welle von Streiks und Protesten gegen die Sozialpolitik der Regierung. Hintergrund sind geplante Sparmaßnahmen und Reformen, die vor allem Beschäftigte, Erwerbslose und Rentner belasten. Die Proteste richten sich gegen die Sparpolitik, die als einseitig zulasten der Mehrheit der Bevölkerung kritisiert wird.

Wer protestiert und warum?

Zu den Protesten rufen vor allem Gewerkschaften auf, darunter CGT, Solidaires und FSU. Aber auch Schüler und Studenten beteiligen sich an den Aktionen. Die Gewerkschaften kritisieren insbesondere die Streichung von Feiertagen, Kürzungen im öffentlichen Dienst, die Rentenpolitik und höhere Zuzahlungen im Gesundheitswesen. Sie fordern eine gerechtere Lastenverteilung, bei der Unternehmen, Vermögende und Spitzenverdiener einen größeren Beitrag leisten. Viele Menschen sind frustriert über die steigende Arbeitsbelastung bei gleichzeitiger Gewinnmaximierung der Unternehmen.

Wie sehen die Proteste aus?

Die Proteste umfassen Streiks, Demonstrationen und Blockaden. Betroffen sind unter anderem der öffentliche Nahverkehr, Schulen und Kitas. Am 10. September fanden landesweite Aktionen unter dem Motto „Bloquons tout!“ (Wir blockieren alles!) statt. Am 18. September folgte ein weiterer Aktionstag unter dem Motto „Les sacrifices pour le monde du travail, ça suffit!“ (Schluss mit den Opfern für die Arbeitswelt!). Die Proteste richten sich auch gegen die Europäische Union, die ein Defizitverfahren gegen Frankreich eröffnet hat.

Politische Hintergründe

Die französische Regierung steckt in einer Krise. Premierminister François Bayrou hatte im Streit um den Sparhaushalt die Vertrauensfrage gestellt und ist gescheitert. Sein Nachfolger, Sébastien Lecornu, steht nun vor der Herausforderung, die sozialen Spannungen zu bewältigen und einen neuen Sparkurs zu finden. Die Sozialisten im Parlament könnten bei einem Misstrauensvotum eine entscheidende Rolle spielen.

Wie geht es weiter?

Die Gewerkschaften haben angekündigt, die Proteste fortzusetzen, falls die Regierung keine klaren Antworten auf ihre Forderungen gibt. Am 2. Oktober fand ein weiterer Streik- und Aktionstag statt. Es bleibt abzuwarten, ob die neue Regierung auf die Proteste eingehen und einen Kompromiss finden wird.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Paris-Reporter