Mittelstand und Handwerk am Scheideweg: Bürokratie, Fachkräftemangel und Nachfolgeprobleme belasten
Deutschlands Mittelstand und Handwerk, das Rückgrat der Wirtschaft, stehen vor immensen Herausforderungen. Steigende Kosten, ausufernde Bürokratie, Fachkräftemangel und ungelöste Nachfolgefragen setzen den Betrieben massiv zu. Viele Unternehmer sehen sich gezwungen, über die Schließung ihrer Betriebe nachzudenken, was spürbare Folgen für Wirtschaft und Arbeitsmarkt hätte.
Bürokratie erstickt Unternehmen
Besonders die Bürokratie wird von vielen mittelständischen Unternehmen als erdrückend empfunden. Lange Genehmigungsprozesse, steigende Dokumentationspflichten und unklare Regelungen bremsen Innovationen und Investitionen. 66 Prozent der DMB-Mitglieder sehen die Bürokratie als größtes Investitionshindernis, noch vor der Steuerbelastung oder dem Fachkräftemangel. Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) fordert daher eine sofortige Entlastung der Betriebe von unnötigen bürokratischen Auflagen.
Fachkräftemangel spitzt sich zu
Ein weiteres drängendes Problem ist der Fachkräftemangel. Trotz konjunktureller Schwäche finden viele Unternehmen nicht genügend qualifiziertes Personal. Dies betrifft insbesondere ältere Unternehmen und Betriebe in ländlichen Regionen. Der Mangel an Fachkräften bremst nicht nur das Wachstum, sondern gefährdet auch die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Um dem entgegenzuwirken, fordern Experten eine Ausweitung der Ausbildungsangebote und eineimage Aufwertung der handwerklichen Berufe.
Nachfolge ungeklärt:Massives Aussterben droht
Der Generationenwechsel stellt viele mittelständische Unternehmen vor eine Zerreißprobe. Viele Inhaber finden keinen geeigneten Nachfolger, was dazu führt, dass sie die Schließung ihres Betriebs in Erwägung ziehen. Laut einer Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels erwägt jeder vierte Unternehmer, der bis 2029 in den Ruhestand gehen will, die Schließung seines Betriebs. Um diese Entwicklung aufzuhalten, sind Anreize für junge Menschen erforderlich, Familienbetriebe zu übernehmen und weiterzuführen.
Erbschaftssteuerreform sorgt für Unruhe
Die geplante Erbschaftssteuerreform der SPD sorgt zusätzlich für Unruhe in der Bauwirtschaft und im Handwerk. Kritisiert werden zu niedrige Freibeträge, unklare Steuersätze und eine bloße Steuerstundung statt echter Entlastung. Branchenverbände warnen vor Risiken für Investitionen, Unternehmensnachfolgen und Arbeitsplätze.
Handwerk trotzt den Widrigkeiten
Trotz aller Herausforderungen blickt das Handwerk auch optimistisch in die Zukunft. Viele Betriebe haben volle Auftragsbücher und sind bereit für die Moderne. Um die Energiewende zu meistern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, braucht es jedoch verlässliche Rahmenbedingungen und eine Ausbildung auf Augenhöhe mit dem Studium.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsstimme



