Mittelstand schafft weiter Jobs, Wachstum verlangsamt sich aber

Mittelstand schafft weiter Jobs, Wachstum verlangsamt sich aber
Quelle: KI-generiert

Mittelstand trotzt Flaute: Mehr Jobs trotz steigender Kosten

Trotz einer schwächelnden Konjunktur beschäftigt der deutsche Mittelstand so viele Menschen wie nie zuvor. Im Jahr 2024 waren es gut 33 Millionen Erwerbstätige in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Das geht aus einer Analyse der staatlichen Förderbank KfW hervor. Allerdings hat sich das Wachstumstempo verlangsamt. Während 2023 noch fast eine halbe Million neuer Arbeitsplätze entstanden, waren es 2024 nur noch etwa 207.000.

KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher betont, dass die Unternehmen unter steigenden Kosten leiden und der Druck auf die Renditen hoch ist. Die Investitionsbereitschaft ist gering. Nur 39 Prozent der Mittelständler haben Investitionsprojekte umgesetzt, was einem Wert nahe dem Allzeittief entspricht.

Agrarverbände warnen vor Rückschritten in der Agrarpolitik

Ein Bündnis aus Umwelt-, Agrar- und Tierschutzverbänden warnt vor Rückschritten in der deutschen und europäischen Agrarpolitik. Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, kritisiert, dass vieles, was in den letzten Jahren für Natur, Tierwohl und sauberes Wasser aufgebaut wurde, nun wieder abgeräumt wird. Das treffe vor allem Betriebe, die in ökologische Zweige investiert haben.

Das Bündnis bemängelt, dass die EU-Planung zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 kein gesichertes Mindestbudget mehr für Gemeinwohlleistungen wie Klimamaßnahmen vorsieht. Katrin Jürgens, Geschäftsführerin des Bündnisses, fordert verlässliche Regeln für Natur, Klima, Tier- und Umweltschutz sowie den Erhalt bäuerlicher Betriebe.

Fachkräftemangel und Rentenreformen im Fokus

Der Bundesverband pauschaldotierte Unterstützungskasse e.V. (pdUK) sieht den Mittelstand unter Druck und fordert Reformen im Rentenrecht. Der Verband begründet dies mit der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage. Vorstandsvorsitzender Manfred Baier betont, dass sich Unternehmen auf Bestandssicherung konzentrieren und Versorgungswerke für die Belegschaft erst einmal hinten anstehen. Er sieht die U-Kasse als Instrument im Kampf gegen den Fachkräftemangel.

Kritik übt der pdUK-Bundesverband insbesondere an den steuerlichen Grundlagen. Die Förderung stütze sich noch immer auf veraltete Sterbetafeln und einen Rechnungszins aus dem Jahr 1946.

Sozialverbände fordern Nachbesserungen beim Bürgergeld

Vor der ersten Beratung der geplanten Bürgergeld-Reform im Bundestag fordern mehrere Verbände und Gewerkschaften Nachbesserungen. Sie warnen, dass die geplanten Verschärfungen kaum Einsparungen brächten und Betroffene im schlimmsten Fall ihr Zuhause kosten könnten. Die Verbände kritisieren insbesondere die geplanten Sanktionen bei versäumten Terminen. Sie fordern, dass Vermittlung nicht Vorrang vor Qualifizierung eingeräumt werden sollte. Zu den beteiligten Organisationen zählen unter anderem die AWO, der DGB, der Mieterbund, die Diakonie, der Paritätische Gesamtverband, der Sozialverband Deutschland und der Sozialverband VdK.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsredaktion