Iserlohn/Märkischer Kreis. Die Polizei im Märkischer Kreis warnt die Bevölkerung dringend vor einer neuen Betrugsmasche. Unbekannte Täter verschicken aktuell gefälschte Bußgeldbescheide per E-Mail, die vorgeblich von der Polizei stammen. Den Behörden liegen bereits mehrere entsprechende Meldungen besorgter Bürger vor.
So funktioniert der Betrug
Die Empfänger der E-Mails erhalten einen täuschend echt wirkenden Bußgeldbescheid, oft mit angeblichen Verstößen im Verkehrsbereich. In dem Schreiben wird zur Zahlung eines Geldbetrags aufgefordert, um ein vermeintliches Verfahren abzuwenden. Die Absender geben sich als offizielle Stelle, wie beispielsweise die „Polizeidirektion“ oder „Verkehrsüberwachung“, aus und nutzen teilweise sogar offiziell wirkende Logos. Ziel ist es, die Empfänger unter Druck zu setzen, damit sie schnell und ohne Nachfragen zahlen.
Wichtige Hinweise zur Erkennung
Echte Behörden, insbesondere die Polizei, verschicken keine Bußgeldbescheide per E-Mail. Solche behördlichen Mitteilungen erfolgen immer schriftlich per Post. An folgenden Merkmalen können Sie eine Fälschung erkennen:
- Die E-Mail fordert zur sofortigen Überweisung eines Geldbetrags auf ein privates Konto auf.
- Es wird mit rechtlichen Konsequenzen gedroht, wenn nicht umgehend gezahlt wird.
- Die Absenderadresse wirkt seltsam oder weicht von offiziellen Domains (z.B. polizei.nrw.de) ab.
- Der Bescheid enthält Rechtschreibfehler oder einen ungewöhnlichen Sprachstil.
Was Sie tun sollten
Falls Sie einen solchen Bescheid erhalten, handeln Sie bitte wie folgt:
- Nicht zahlen! Unter keinen Umständen sollten Sie den geforderten Betrag überweisen.
- Nicht antworten und keine persönlichen Daten preisgeben.
- Keine Anhänge öffnen oder Links in der E-Mail anklicken, da diese Schadsoftware enthalten könnten.
- Melden Sie den Vorfall bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online bei der ProPK oder dem LKA.
Die Polizei Märkischer Kreis betont, dass Bürger bei Unsicherheiten bezüglich der Echtheit eines Schreibens immer direkt ihre örtliche Dienststelle kontaktieren sollten. „Echte Behörden bieten immer die Möglichkeit zur Überprüfung und nehmen sich Zeit für Ihre Fragen“, so ein Sprecher.
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Quelle: Polizei Märkischer Kreis



