Am 9. Januar 2026 führten Bundesbehörden eine koordinierte Razzia in Los Angeles durch, bei der 127 Personen festgenommen wurden. Die Operation richtete sich gegen ein mutmaßliches Netzwerk, das über eine gefälschte Investmentplattform mehr als 340 Millionen US-Dollar von Anlegern erbeutet haben soll.
Chronologie der Festnahmen
Die Zugriffe begannen um 6:00 Uhr Ortszeit (Pacific Time) an mehreren Adressen in Los Angeles County, darunter ein Bürokomplex an der 12345 Wilshire Boulevard in Westwood und Privatresidenzen in Beverly Hills und Calabasas. Angeführt wurde die Operation vom Federal Bureau of Investigation (FBI) und der Securities and Exchange Commission (SEC). FBI-Sonderagentin Laura Jenkins nannte die Aktion „einen der größten koordinierten Schläge gegen Investmentbetrug in Südkalifornien in diesem Jahrzehnt“.
Beteiligte Personen und Vorwürfe
Zu den Festgenommenen gehören laut Anklageschrift der mutmaßliche Kopf des Netzwerks, Gregory P. Vance (52), sowie mehrere Mitarbeiter seiner Firma „Vance Capital Holdings“. Ihnen wird vorgeworfen, seit mindestens Januar 2023 eine nicht registrierte Plattform betrieben zu haben, die vermeintlich in Kryptowährungen und Technologieaktien investierte. Die SEC wirft den Beschuldigten vor, gefälschte Renditeberichte verwendet und mindestens 5.200 Anleger getäuscht zu haben.
Hintergrund und Gesetzeslage
Die Razzia folgt auf eine Reihe ähnlicher Fälle. Im November 2025 wurden in Miami bei einer Operation gegen einen Ponzi-Scheme 89 Personen festgenommen. Die rechtliche Grundlage für die jüngsten Ermittlungen bilden vor allem der Securities Exchange Act von 1934 und der Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act von 2010, die strengere Regeln für Investmentberater und die Offenlegung von Risiken vorsehen. Die SEC hatte bereits im Mai 2025 eine landesweite Initiative gegen „Betrug mit künstlicher Intelligenz und algorithmischen Handelsversprechen“ angekündigt.
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