Ehrenamtsrückgang in Deutschland: Junge Menschen engagiert, Bürokratie als Hürde

Ehrenamtsrückgang in Deutschland: Junge Menschen engagiert, Bürokratie als Hürde
Quelle: Pixabay

Ehrenamtliches Engagement im Wandel – Herausforderungen und Chancen

Das ehrenamtliche Engagement in Deutschland befindet sich in einem Wandel. Während die Bereitschaft, sich freiwillig einzubringen, grundsätzlich hoch ist, zeigen aktuelle Studien, dass sich immer weniger Menschen engagieren. Der Rückgang betrifft besonders die Bereiche Kultur und Musik.

Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, möchte dem entgegenwirken und verstärkt jüngere Menschen und die Baby-Boomer für ein Ehrenamt motivieren.

Junge Menschen engagieren sich

Besonders aktiv sind derzeit die 14- bis 29-Jährigen. Ein Viertel aller Ehrenamtlichen investiert bereits drei bis fünf Stunden pro Woche in ihre Tätigkeit.

Bürokratieabbau im Ehrenamt gefordert

Sachverständige haben sich bereits im Dezember 2024 mit dem Bürokratieabbau in der Ehrenamts- und Vereinsarbeit befasst. Im Rahmen einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses wurde ein Antrag der CDU/CSU-Fraktion mit dem Titel „Engagement fördern, Ehrenamt stärken, Vereine entlasten – Bürokratie in der Ehrenamts- und Vereinsarbeit abbauen“ diskutiert.

Vielfalt des Engagements

Das ehrenamtliche Engagement ist vielfältig: Jugendgruppen im Sportverein betreuen, älteren Menschen helfen oder bei der Feuerwehr Brände löschen. Besonders viele Menschen engagieren sich im Sport (13,5 Prozent), gefolgt von Kultur und Musik (8,6 Prozent) sowie dem sozialen Bereich (8,3 Prozent).

Herausforderungen und Unterstützung

Trotz des hohen Ansehens genießen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in der Gesellschaft, gibt es auch Herausforderungen. Dazu gehören unter anderem die zunehmende Bürokratie und die Frage nach der Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf. Informationen und Unterstützung finden Interessierte bei den zuständigen Behörden und Organisationen.

Kasperltheater als regionale Vielfalt

Ein schönes Beispiel für gelebtes Brauchtum ist das Chiemsee-Kasperltheater, welches nach dem Winterschlaf mit einer Wintertour zurückkehrt. Das Theater ist im Bundesweiten UNESCO-Verzeichnis „Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“ eingetragen und wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt.

Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Vereinsmeier