Mobilität im Wandel: Ein kritischer Blick auf die Nachrichtenlage
Die Mobilitätslandschaft in Deutschland und Europa befindet sich in einem ständigen Umbruch, geprägt von technologischen Innovationen, politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Ein Überblick über die aktuellen Nachrichten der letzten sieben Tage zeigt ein komplexes Bild, das sowohl Chancen als auch Risiken birgt.
Autoindustrie: Zwischen Elektromobilität und Diesel-Erbe
Die deutsche Autoindustrie steht weiterhin vor der Herausforderung, den Übergang zur Elektromobilität zu meistern. Während die Produktion von Elektroautos im Jahr 2025 einen Rekordwert erreichte, ringen einige Hersteller noch immer mit ihrem „Diesel-Erbe“. Deutsche Konzerne dominierten zwar 2025 ihren Heimatmarkt, jedoch wächst die Konkurrenz, insbesondere aus China. Kia beispielsweise fordert mit dem neuen EV2 die chinesischen SUV-Hersteller heraus. Ford hingegen reduziert seine Elektropläne in den USA, während in Europa in Kooperation mit Renault ein neuer Fiesta als Elektroauto entstehen soll.
Das Ifo-Geschäftsklima in der Automobilindustrie hat sich im Dezember 2025 leicht verbessert. Ein Lichtblick ist die Entwicklung bei der Elektromobilität, da im Dezember 2025 in Deutschland knapp 55.000 batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEV) neu zugelassen wurden, was über 22 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen entspricht. Im Jahresdurchschnitt 2025 erreichten BEV einen Anteil von 19 Prozent und damit einen neuen Höchstwert.
Verbrenner-Aus: Ein Rückzieher mit Folgen?
Die Europäische Union scheint das ursprünglich für 2035 geplante Verbot für neu zugelassene Autos mit Verbrennermotor aufzuweichen. Die EU-Kommission will den CO2-Ausstoß von Neuwagen bis 2035 nun doch nicht ganz auf null gesenkt sehen, sondern einen Spielraum von 10% Emissionen lassen. Während einige dies begrüßen, um Arbeitsplätze zu sichern, befürchten andere, dass dies den Rückstand der deutschen Autoindustrie gegenüber der Konkurrenz in China, Japan und den USA vergrößern könnte.
Österreich geht einen anderen Weg: Der Autobahnen- und Schnellstraßenbetreiber ASFINAG hat seine Pkw-Flotte komplett auf Elektroautos umgestellt und mustert die letzten Verbrenner aus.
E-Mobilität: Fortschritte und Herausforderungen
Elektroautos erreichen zunehmend das Preisniveau von Verbrennern. Der ADAC hat 2025 Elektroautos näher betrachtet und festgestellt, dass auf den ersten sieben Plätzen beim Preis-Leistungs-Verhältnis nur E-Autos stehen. Portugal legt ein neues Förderprogramm für E-Mobilität auf, das die Anschaffung von Elektroautos, E-Zweirädern und Ladestationen fördert.
Gleichzeitig gibt es Herausforderungen: Ein Stromausfall in Teilen Berlins hat gezeigt, dass Elektroautos bei solchen Ereignissen nicht zum Problem, sondern zur Lösung werden können. Allerdings offenbarte der Blackout auch tieferliegende Probleme mit der Krisenvorsorge und der Resilienz der kritischen Infrastrukturen.
ÖPNV-Krise: टिकट- und Tarifänderungen und स्टörungen
Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gibt es टिकट- und Tarifänderungen ab dem 1. Januar 2026. So entfällt beispielsweise der NachtBus-Tarif im WestfalenTarif. In München können Fahrgäste mit der MVVswipe-App Tickets kaufen, ohne Tarifwissen zu benötigen.
Ein schwerer Wintereinbruch in Norddeutschland führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Die Deutsche Bahn (DB) nimmt den Zugverkehr schrittweise wieder auf, jedoch ist weiterhin mit Einschränkungen und Verspätungen zu rechnen. Bahnchefin Evelyn Palla ist seit 100 Tagen im Amt und will die Pünktlichkeit stabilisieren und die Talsohle erreichen.
Deutsche Bahn: Zwischen Wintereinbruch und Neustart
Die Deutsche Bahn erlebt derzeit schwierige Zeiten. Nach einem heftigen Wintereinbruch mit Schneeverwehungen und Vereisungen kommt es bundesweit zu erheblichen Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Reisende mussten in Hamburg, Hannover, Kassel und Berlin in Aufenthaltszügen die Nacht verbringen.
Trotz der aktuellen Herausforderungen gibt es auch positive Signale: Bahnchefin Evelyn Palla will mit Sofortprogrammen für mehr Sauberkeit und Sicherheit in den Zügen und an den Bahnhöfen sowie für bessere Kundeninformationen sorgen. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Bahn ihre selbst gesteckten Ziele erreichen kann.
Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Motor & Verkehr



