Bundespolizei stoppt 127 Personen bei Großkontrolle am Kölner Hauptbahnhof

Bundespolizei stoppt 127 Personen bei Großkontrolle am Kölner Hauptbahnhof

Bei einer großangelegten Kontrollaktion der Bundespolizei am Kölner Hauptbahnhof wurden am Dienstag, dem 7. Januar 2026, zwischen 6:00 und 14:00 Uhr insgesamt 127 Personen vorläufig festgenommen. Ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Düsseldorf bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass es sich bei 89 der Festgenommenen um mutmaßliche Schleuser handeln soll.

Chronologie der Kontrolle

Die Beamten der Bundespolizeiinspektion Köln setzten am Dienstagmorgen rund 120 Einsatzkräfte ein. Der Fokus lag auf den Fernverkehrsgleisen und den Zügen der Relationen Köln–Aachen und Köln–Düsseldorf. Neben den 89 mutmaßlichen Schleusern wurden 38 weitere Personen wegen Verdachts auf Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz oder wegen Fälschung von Ausweisdokumenten festgenommen. Die Bundespolizei beschlagnahmte bei der Aktion über 50 gefälschte oder manipulierte Ausweisdokumente.

Hintergrund und vorherige Vorfälle

Die Kontrolle ist Teil der bundesweiten Fahndungsaktion „Schleuserkriminalität“, die das Bundeskriminalamt (BKA) im November 2025 initiierte. Grundlage sind Ermittlungen nach § 96 Aufenthaltsgesetz (Schleusungskriminalität). Bereits am 15. Dezember 2025 hatte die Bundespolizei in einer ähnlichen Aktion am Frankfurter Hauptbahnhof 64 mutmaßliche Schleuser festgenommen. Ein BKA-Sprecher verwies auf gestiegene Fallzahlen: Die registrierten Fälle von Schleusungskriminalität stiegen laut BKA-Statistik im dritten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 1.447 Fälle.

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