„Fluffige“ Exoplaneten um V1298 Tau geben Einblicke in frühe Planetenentwicklung

"Fluffige" Exoplaneten um V1298 Tau geben Einblicke in frühe Planetenentwicklung
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Astronomie: „Fluffige“ Planeten geben neue Hinweise auf die Planetenentstehung

Ein internationales Forschungsteam hat kürzlich vier junge Planeten untersucht, die den Stern V1298 Tau im Sternbild Stier umkreisen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bestimmten die Masse der Himmelskörper und stellten fest, dass diese im Vergleich zu ihrer Größe erstaunlich leicht sind. Ihre Dichte gehört zu den geringsten, die jemals gemessen wurde. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht.

Die Planeten sind etwa 4,7- bis 15,3-mal so schwer wie die Erde. Dabei ist ihr Volumen jedoch deutlich größer. Im kleinsten der untersuchten Planeten hätten rund 130 Erden Platz, im größten sogar über 1000. Aufgrund ihrer geringen Dichte bezeichnen die Forschenden die Planeten als „fluffig“.

V1298 Tau ist mit einem Alter von 10 bis 30 Millionen Jahren ein sehr junger Stern. Zum Vergleich: Unser Sonnensystem ist mit 4,6 Milliarden Jahren etwa 150- bis 460-mal älter.

Die Ergebnisse der Studie stützen die Theorie, dass die Planeten nach dem raschen Verschwinden der Gas- und Staubscheibe ihre aufgeblähte Atmosphäre verloren haben, was zu einer schnellen Abkühlung und geringen Dichte führte. Die Forschenden gehen davon aus, dass die Planeten im Laufe der Zeit schrumpfen werden.

Medizin: Fortschritte bei mRNA-Impfstoffen gegen Krebs

In der Medizin gibt es erfreuliche Nachrichten im Bereich der Krebsforschung. Wissenschaftler arbeiten an personalisierten mRNA-Impfstoffen, die selbst bei Krebsformen wirken könnten, die bisher als Todesurteil galten.

Das deutsche Unternehmen BioNTech wurde vor rund 20 Jahren von den Forschern Özlem Türeci und Ugur Sahin gegründet, die seitdem an der Entwicklung von Impfstoffen gegen Krebs arbeiten.

Erste Erfolge wurden bereits erzielt. So erhielt beispielsweise ein britischer Musiker namens Steve Young ab April 2024 neun Injektionen mit einem neuen mRNA-Impfstoff gegen Hautkrebs. Auch eine Pensionistin aus New York, Barbara Brigham, nahm an einer Studie mit einem der neuartigen mRNA-Impfstoffe teil und ist vier Jahre später immer noch krebsfrei.

Die mRNA-Technologie hat sich bereits während der COVID-19-Pandemie bewährt. Nun wird sie in Hunderten von klinischen Studien auch auf andere Krankheiten wie Influenza, HIV, genetische Erkrankungen und sogar Krebs getestet. Einige dieser Studien haben bereits vielversprechende Ergebnisse geliefert.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die neuen mRNA-Impfstoffe als wirksames Werkzeug im Kampf gegen Krebs erweisen werden. Größere Studien mit mehr Teilnehmenden sind jedoch erforderlich, um ihr volles Potenzial und ihre Grenzen zu verstehen.

Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wissenschaftsredaktion