Einleitung
Ein landesweiter Streik der Eisenbahngewerkschaften hat am Montag, den 5. Januar 2026, den öffentlichen Verkehr in Frankreich massiv beeinträchtigt. Nach Angaben der SNCF fuhren nur 60% der Hochgeschwindigkeitszüge (TGV) und 40% der Regionalzüge (TER), während in Paris 3 von 16 Metro-Linien komplett eingestellt wurden.
Hauptteil: Chronologie und Details
Der Streik begann um 20:00 Uhr am Sonntagabend, dem 4. Januar, und dauerte bis Dienstagmorgen, 6. Januar, 08:00 Uhr. Die Gewerkschaften CGT Cheminots, SUD-Rail und CFDT Cheminots riefen gemeinsam zu der Arbeitsniederlegung auf. Betroffen waren unter anderem die Strecken Paris-Lyon, Paris-Bordeaux und Paris-Marseille. Am Pariser Gare de Lyon sagte ein SNCF-Sprecher am 5. Januar um 09:30 Uhr: „Wir raten allen Reisenden, ihre Fahrten zu verschieben oder alternative Transportmittel zu suchen.“ An den Bahnhöfen Gare du Nord und Gare Montparnasse bildeten sich am Morgen des 5. Januar Warteschlangen mit mehreren hundert Personen.
Hintergrund: Konflikt um Rentenreform
Der Streik richtet sich gegen die von der Regierung unter Premierminister Gabriel Attal geplante Rentenreform, die eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre vorsieht. Ein Referenzgesetz aus dem Jahr 2023 hatte bereits das Rentenalter von 62 auf 64 Jahre angehoben. Die Gewerkschaften fordern eine Rücknahme dieser Maßnahmen. Laurent Brun, Generalsekretär der CGT Cheminots, erklärte: „Dieser Streik ist eine Warnung an die Regierung. Wir werden nicht zulassen, dass die Lebensarbeitszeit weiter verlängert wird.“ Ein ähnlicher Großstreik hatte am 19. Dezember 2025 bereits 50% des TGV-Verkehrs lahmgelegt.
Bildquelle: Pixabay



