Deutsche Wirtschaft 2026: Arbeitsmarkt stagniert trotz leichter saisonaler Entspannung

Deutsche Wirtschaft 2026: Arbeitsmarkt stagniert trotz leichter saisonaler Entspannung
Quelle: KI-generiert

Deutsche Wirtschaft im Umbruch: Ein aktueller Überblick

Das Jahr 2026 beginnt mit gemischten Signalen für die deutsche Wirtschaft. Während einige Bereiche Stabilität oder sogar leichte Verbesserungen signalisieren, kämpfen andere weiterhin mit Herausforderungen. Der Fokus liegt dabei besonders auf den Auswirkungen für Arbeitnehmer und den Mittelstand.

Arbeitsmarkt: Stagnation und struktureller Wandel

Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich zu Beginn des Jahres 2026 ohne klaren Trend. Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, beschreibt die Lage als „Seitwärtsbewegung“. Zwar sank die Arbeitslosigkeit im November saisonüblich um 26.000 auf 2.885.000, was einer Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent entspricht, doch im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenzahl um 111.000 gestiegen. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer deutet ebenfalls auf eine Stagnation hin.

Gleichzeitig findet ein struktureller Wandel statt. Während Industrie und Baugewerbe Arbeitsplätze abbauen, legen die Dienstleistungsbereiche zu. Dies bedeutet für viele Arbeitnehmer, dass sie Kompromisse bei der Jobsuche eingehen müssen, beispielsweise in Bezug auf Wohnort und Berufsfeld.

Eine Studie zeigt, dass über eine halbe Million ausländische Frauen in Deutschland keine Beschäftigung haben, obwohl in vielen Branchen Fachkräftemangel herrscht.

Inflation: Leichter Anstieg, aber insgesamt stabil?

Die Inflation in Deutschland ist im August 2025 leicht auf 2,2 Prozent gestiegen. Im Oktober sank sie wieder auf 2,3 Prozent. Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, Christian Sewing, erwartet, dass sich die Inflation bei rund zwei Prozent einpendeln wird. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an, um mittelfristig die Preisstabilität zu sichern.

Energiepreise: Entspannung in Sicht?

Die Bundesnetzagentur erwartet für das kommende Jahr „stabile oder sinkende“ Strompreise. Der Präsident der Behörde, Klaus Müller, begründet dies mit dem wachsenden Angebot an erneuerbaren Energien, das die Erzeugungspreise senkt. Zwar steigen die Netzentgelte aufgrund des Netzausbaus, doch der Staat will diese mit 6,5 Milliarden Euro subventionieren.

Auch der Chef des Energiekonzerns RWE, Markus Krebber, prognostiziert sinkende Strom- und Gaspreise. Er geht von stabilen Großhandelspreisen aus und betont, dass die staatlichen Zuschüsse die Strompreise für viele Kunden senken werden. Krebber sieht die Gasversorgung in Deutschland grundsätzlich als gesichert an, mahnt aber, dass das Energiesystem „auf Kante genäht“ sei und ein weiterer Ausbau von Flüssiggas-Terminals notwendig sei, um auch sehr kalte Winter oder Lieferausfälle zu überstehen.

Handwerk: Konjunkturelle Tristesse

Im Handwerk ist weiterhin kein Aufschwung in Sicht. Die Betriebe bewerten ihre aktuelle Geschäftslage etwas schlechter als im Vorjahr, und die Erwartungen für die kommenden Monate sind verhalten. Sinkende Auftragsbestände, schwache Umsätze und eine niedrige Investitionsneigung prägen das Bild. Gleichzeitig belasten steigende Material-, Energie- und Lohnkosten das Handwerk. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fordert daher ein Belastungsmoratorium für die Betriebe, eine Vereinfachung bei Dokumentations- und Berichtspflichten und mehr Tempo bei der Genehmigung von Bau- und Infrastrukturprojekten.

DAX: Schwacher Start in den Tag

Der DAX ist am Freitag erneut schwach in den Handelstag gestartet. Belastend wirken sich Unsicherheiten bezüglich der US-Zölle und der Koalitionsverhandlungen in Berlin aus.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsredaktion