Feuerwehr korrigiert Silvesterbilanz: Doch Übergriff auf Einsatskräfte in Neuss

Feuerwehr korrigiert Silvesterbilanz: Doch Übergriff auf Einsatskräfte in Neuss

Neuss. Die Feuerwehr der Stadt Neuss muss ihre gestern veröffentlichte positive Bilanz zur Silvesternacht 2024/25 nachträglich korrigieren. Entgegen der ersten Meldung gab es doch einen Übergriff auf Retter.

Nachträgliche Meldung führt zur Richtigstellung

In der ersten Übersicht hatte die Feuerwehr mitgeteilt, dass es erfreulicherweise zu keinen Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen sei. Diese Darstellung muss nun revidiert werden. „Nachträglich mussten wir feststellen, dass diese Darstellung in einem Punkt nicht vollständig war“, erklärt ein Sprecher der Feuerwehr. Ein entsprechend gemeldeter Vorfall war zunächst nicht in der Gesamtauswertung berücksichtigt worden.

Details zum Vorfall

Der Übergriff ereignete sich gegen 01:30 Uhr im Stadtteil. Ein Rettungswagen war zu einem medizinischen Notfall alarmiert worden. Beim Eintreffen am Einsatzort wurde das Fahrzeug mit einem Feuerwerkskörper beworfen. Die sogenannte Polizei Tür (P.TÜR), eine spezielle Sicherungseinheit, die Rettungskräfte bei potenziell gefährlichen Lagen begleitet, war vor Ort. Sie konnte die Situation schnell entschärfen und die Täter festhalten. Den Einsatzkräften entstand kein personeller Schaden, am Fahrzeug blieb lediglich eine leichte Beschädigung.

Bilanz im Gesamten dennoch positiv

Trotz dieser bedauerlichen Ausnahme bewertet die Feuerwehr die Silvesternacht insgesamt als vergleichsweise ruhig. Die Zahl der Einsätze blieb mit rund 50 im erwarteten Rahmen. Neben der Brandbekämpfung wegen unbeaufsichtigter oder falsch gezündeter Feuerwerkskörper standen vor allem medizinische Notfälle im Vordergrund.

Die Feuerwehr appelliert erneut an die Bevölkerung: „Ein solcher Angriff auf Helfer in Not ist absolut inakzeptabel. Wir sind dankbar, dass die Zusammenarbeit mit der Polizei Tür (P.TÜR) hier reibungslos funktioniert hat und Schlimmeres verhindert werden konnte.“ Die betroffenen Einsatzkräfte erhalten nach Wunsch psychosoziale Unterstützung.

Bildnachweis: Pixabay

Quelle: Feuerwehr Stadt Neuss