Im Ruhrgebiet, wo einst Kohle und Stahl das Bild prägten, herrscht weiterhin ein rauer Wind. Die Transformation zur Hightech-Region ist in vollem Gange, doch die soziale Schieflage bleibt eine Herausforderung.
Maloche: Arbeitslosigkeit und Strukturwandel
Die Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet ist im Oktober 2025 leicht gesunken, liegt aber mit 10,2 Prozent immer noch über dem Vorjahresmonat. Besonders betroffen sind Gelsenkirchen (15,0 Prozent) und Duisburg (13,1 Prozent). Langzeitarbeitslosigkeit und fehlende Qualifikationen erschweren den Zugang zum Arbeitsmarkt. Der Strukturwandel von der Kohle- zur Hightech-Region führt zwar zu neuen Chancen, erfordert aber auch Anpassungen und Weiterbildungen.
Die Wirtschaft im Ruhrgebiet steckt tief in der Krise. Viele Unternehmen sind pessimistisch, besonders im Handel. Hohe Energiepreise, Bürokratie und Fachkräftemangel belasten die Betriebe. Es fehlt an einem „Wachstumsturbo aus Berlin“.
Der Rückgang traditioneller Industrien und die Entstehung neuer Schwerpunkte prägen den Wandel. Innovative Technologien und nachhaltige Energien spielen eine zentrale Rolle. Die Digitalisierung soll helfen, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen.
Fußball: Zwischen Tradition und Krise
Der Fußball ist im Ruhrgebiet mehr als nur ein Spiel, er ist ein Lebensgefühl. Borussia Dortmund spielt aktuell (2025/26) als einziger Verein aus dem Ruhrgebiet in der Bundesliga. Der BVB hat sich zudem für das Viertelfinale der Klub-Weltmeisterschaft qualifiziert. Doch auch hier gibt es Probleme: Viele Vereine kämpfen mit fehlender Professionalisierung und finanziellen Schwierigkeiten.
Politik: Ratlosigkeit und neue Kräfteverhältnisse
Bei den Kommunalwahlen im September 2025 gab es im Ruhrgebiet einige Überraschungen. In Dortmund verlor die SPD nach über 75 Jahren das Rathaus an die CDU. Die AfD konnte in einigen Städten zulegen, verpasste aber den Einzug ins Rathaus. Die Grünen mussten Verluste hinnehmen. Es herrscht Ratlosigkeit, wie es weitergehen soll. Die Stichwahlen zeigten, dass viele Wähler ein Zeichen setzen wollten.
Die hohe Armut und soziale Ausgrenzung sind ein großes Problem im Ruhrgebiet. Viele Menschen sind auf Sozialleistungen angewiesen. Es gibt soziale Brennpunkte mit hoher Arbeitslosigkeit und geringem Einkommen. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Es braucht mehr soziale Gerechtigkeit und eine Umverteilung von oben nach unten.
Die Integration von Zugewanderten ist eine weitere Herausforderung. Es gibt Spannungen und Vorurteile. Sportvereine und Jugendtreffs können als Integrationsinstrument dienen.
Die Transformation des Ruhrgebiets ist noch lange nicht abgeschlossen. Es braucht innovative Ideen, Mut und Zusammenhalt, um die Herausforderungen zu meistern.
Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Redaktion Ruhr



