Iranische Revolutionsgarden melden Tötung von vier mutmaßlichen IS-Kämpfern in Südostprovinz Sistan und Belutschistan

Iranische Revolutionsgarden melden Tötung von vier mutmaßlichen IS-Kämpfern in Südostprovinz Sistan und Belutschistan

Gefecht nahe pakistanischer Grenze

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben am 25. Dezember 2024 vier mutmaßliche Kämpfer der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in der Provinz Sistan und Belutschistan getötet. Das teilte das Nachrichtenportal der IRGC, Sepah News, am 26. Dezember mit. Die Operation fand im Bezirk Saravan statt, etwa 40 Kilometer von der Grenze zu Pakistan entfernt.

Details der Operation

Laut der offiziellen Mitteilung der IRGC wurden die vier Männer während eines bewaffneten Gefechts mit Einheiten der Bodenstreitkräfte der Garde „eliminiert“. Die Streitkräfte seien auf eine „terroristische Gruppe“ gestoßen, die versucht habe, in das Landesinnere einzudringen. Bei den Getöteten handele es sich um ausländische Staatsangehörige. Ein Sprecher der IRGC, General Ramezan Sharif, bestätigte die Zahl der Toten und den Ort des Vorfalls. Bei den Sicherheitskräften habe es keine Verluste gegeben.

Hintergrund der anhaltenden Konflikte

Die sunnitischen Extremisten des IS haben wiederholt Anschläge im mehrheitlich schiitischen Iran verübt. Ein schwerwiegender Vorfall ereignete sich am 3. Januar 2024, als zwei Selbstmordattentäter in der Stadt Kerman bei einer Gedenkveranstaltung für den getöteten General Qassem Soleimani mindestens 94 Menschen töteten. Der IS bekannte sich zu diesem Anschlag. Die Provinz Sistan und Belutschistan ist seit Jahren Schauplatz von Konflikten zwischen iranischen Sicherheitskräften und verschiedenen bewaffneten Gruppen, darunter sunnitische Extremisten wie Dschaisch al-Adl („Armee der Gerechtigkeit“) und Schmugglerbanden. Die Region gilt als eine der unsichersten des Landes.

Bildquelle: Pixabay