Staaten des globalen Südens suchen wirtschaftliche Alternativen zu westlicher Dominanz und BRICS

Staaten des globalen Südens suchen wirtschaftliche Alternativen zu westlicher Dominanz und BRICS
Quelle: KI-generiert

Staaten außerhalb von West und BRICS suchen neue Wege in einer sich verändernden Weltordnung

Die Weltordnung ist im Wandel, und viele Staaten, die sich weder dem westlichen Lager noch den BRICS-Staaten zuordnen, suchen nach neuen Wegen, um ihre Interessen zu wahren und ihren Wohlstand zu sichern. Diese Staaten, oft als Teil des „globalen Südens“ bezeichnet, wollen sich nicht länger in eine von Großmächten dominierte Welt zwängen lassen.

Wirtschaftliche Eigenständigkeit als Ziel

Ein zentrales Ziel dieser Staaten ist die wirtschaftliche Souveränität. Sie setzen verstärkt auf Handel in lokalen Währungen, um die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren. Auch Investitionen in technologische Eigenständigkeit spielen eine große Rolle, insbesondere in Ländern wie Indien und China. Durch Joint-Ventures und Technologietransfer wollen sie ihre Wirtschaft international wettbewerbsfähig machen.

BRICS als Alternative zum Westen?

Die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, sowie seit Januar 2024 Ägypten, Äthiopien, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate) werden oft als Gegengewicht zum Westen gesehen. Sie repräsentieren einen großen Teil der Weltbevölkerung und der globalen Wirtschaftsleistung. Allerdings gibt es innerhalb der BRICS unterschiedliche Interessen und Ziele. Einige Mitgliedsstaaten streben eine multipolare Weltordnung an, während andere pragmatische Wirtschaftsbeziehungen suchen.

Kritik an westlichen Werten

Viele Staaten außerhalb des Westens kritisieren das liberale Narrativ von Demokratie und Menschenrechten, das von westlichen Regierungen oft als „Lehrmeisterhaft“ vorgebracht wird. Sie fordern ein größeres Mitspracherecht in internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, dem IWF und der Weltbank. Einige sehen die BRICS-Staaten als Möglichkeit, sich von der Dominanz des Westens zu lösen und eine eigene Währung zu schaffen.

Deutschland in der Zwickmühle

Deutschland muss sich in dieser neuen Weltordnung positionieren. Es gilt, eigene Interessen zu wahren und pragmatische Handelsbeziehungen in alle Richtungen zu pflegen – auch zu Staaten, die nicht dem westlichen Wertekanon entsprechen. Eine einseitige Fokussierung auf „Wertepartnerschaften“ könnte dem deutschen Wohlstand schaden. Stattdessen sollte Deutschland eine unabhängige Außenpolitik verfolgen, die sich keinem Militärbündnis unterordnet und auf zivile Konfliktlösung setzt.

Die Rolle der USA

Die USA haben in den letzten Jahren unter Präsident Trump eine Politik verfolgt, die Freund und Feind mit wirtschaftlichen und militärischen Drohungen überzogen hat. Ob Kanada, Grönland oder Venezuela, die USA schrecken vor Zöllen, Sanktionen oder offenen militärischen Drohungen nicht zurück. Diese Politik hat zu Verunsicherung und Misstrauen geführt, auch bei traditionellen Verbündeten. Es ist wichtig, die Welt nicht in „Gut“ und „Böse“ einzuteilen. China, Russland, Iran oder Nordkorea sind nicht per se die „Bösen“. Es sind Erzählungen, um die Bevölkerung gefügig zu machen.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Auslandschef