Überfall auf Konvoi in Cabo Delgado tötet mindestens 15 Zivilisten

Überfall auf Konvoi in Cabo Delgado tötet mindestens 15 Zivilisten

Blutiger Angriff auf Zivilisten in Chiure

Am Dienstag, dem 17. Dezember 2025, gegen 16:30 Uhr Ortszeit überfielen bewaffnete Kämpfer einen zivilen Konvoi auf der Nationalstraße N380 im Distrikt Chiure, Provinz Cabo Delgado. Laut einer offiziellen Erklärung der Provinzregierung von Cabo Delgado, die am 18. Dezember veröffentlicht wurde, wurden bei dem Angriff mindestens 15 Zivilisten getötet und 8 weitere verletzt. Der Konvoi bestand aus mehreren Fahrzeugen, die auf dem Weg von der Stadt Chiure in Richtung des Distrikts Mecufi waren.

Chronologie und Details des Überfalls

Die Angreifer errichteten einen Straßenblock in der Nähe der Ortschaft Nacuca, etwa 60 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Pemba. Sie eröffneten das Feuer auf die Fahrzeuge und setzten mindestens zwei von ihnen in Brand. Die nationale Polizei der Republik Mosambik (PRM) bestätigte die Zahl der Opfer. Ein Überlebender, der dem Radiosender STV namentlich nicht genannt werden wollte, berichtete, die Angreifer hätten „aus dem Busch geschossen“ und seien nach dem Angriff in Richtung der Wälder geflohen. Die Sicherheitskräfte, darunter Einheiten der mosambikanischen Streitkräfte (FADM) und der ruandischen Stützpunktmission (RSF), starteten eine Suchoperation in der Region.

Hintergrund des anhaltenden Konflikts

Der Distrikt Chiure war seit Anfang 2024 zu einem neuen Brennpunkt des Konflikts geworden, nachdem gemeinsame Offensiven von FADM, RSF und der Mission der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SAMIM) die Aufständischen aus ihren Hochburgen im Norden der Provinz verdrängt hatten. Der Angriff folgt auf eine Serie ähnlicher Vorfälle: Am 5. Dezember 2025 wurden bei einem Überfall auf ein Dorf im benachbarten Distrikt Macomia 7 Menschen getötet. Die bewaffnete Gruppe, die sich selbst als „Ansar al-Sunna“ bezeichnet und international oft mit dem islamistischen Staat (IS) in Verbindung gebracht wird, operiert seit Oktober 2017 in Cabo Delgado. Der Konflikt hat laut UN-Angaben über 4.800 Menschen das Leben gekostet und mehr als 1 Million Menschen zur Flucht gezwungen.

Bildquelle: Pixabay