Gefecht in Aguililla fordert acht Tote
Bei einem schweren Gefecht zwischen der mexikanischen Armee und mutmaßlichen Mitgliedern einer kriminellen Vereinigung sind am 19. Dezember 2025 acht Personen getötet worden. Die Auseinandersetzung ereignete sich in der Gemeinde Aguililla im Bundesstaat Michoacán, einem seit Jahren umkämpften Gebiet zwischen dem Jalisco-Kartell (CJNG) und den Cárteles Unidos.
Chronologie der Ereignisse
Am Freitag, den 19. Dezember, gegen 14:30 Uhr Ortszeit geriet eine Militärpatrouille in der Nähe der Ortschaft El Aguaje unter schweren Beschuss. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums (SEDENA) griffen die Soldaten zurück und töteten acht Angreifer. Bei den Getöteten handelte es sich laut SEDENA um mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Organisation. Ein Soldat erlitt leichte Verletzungen. Die Behörden beschlagnahmten an der Stelle acht Langwaffen, darunter Sturmgewehre des Typs AR-15, sowie mehrere hundert Schuss Munition und Fahrzeuge.
Hintergrund: Der Dauerkonflikt in Michoacán
Die Region Tierra Caliente, zu der Aguililla gehört, ist seit über einem Jahrzehnt Schauplatz eines blutigen Territorialkriegs. Das Jalisco-Kartell versucht gewaltsam, die Kontrolle über die Drogenproduktions- und Schmuggelrouten von den lokalen Cárteles Unidos zu übernehmen. Bereits im November 2024 kam es in der gleichen Region zu einer Massenentführung von über 30 Menschen, für die das CJNG verantwortlich gemacht wurde. Die mexikanische Regierung unter Präsidentin Claudia Sheinbaum hält an der umstrittenen Militärstrategie zur Bekämpfung der Kriminalität fest, die unter ihrem Vorgänger Andrés Manuel López Obrador eingeführt wurde. Diese sieht den massiven Einsatz der Streitkräfte für polizeiliche Aufgaben im Inneren vor.
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