Eskalation im Bürgerkrieg in Myanmar
Seit dem Militärputsch im Februar 2021 befindet sich Myanmar in einem Zustand des Bürgerkriegs, der sich in den letzten Tagen weiter verschärft hat. Verschiedene ethnische bewaffnete Gruppen (EAOs) und die aus der Zivilbevölkerung entstandenen „Volksverteidigungskräfte“ (PDFs) kämpfen gegen die Junta, die durch den Sturz der gewählten Regierung unter Aung San Suu Kyi an die Macht kam. Die militärische Führung unter General Min Aung Hlaing rechtfertigt den Putsch mit angeblichem Wahlbetrug bei den Parlamentswahlen 2020, ein Vorwurf, der von internationalen Beobachtern jedoch weitgehend zurückgewiesen wird.
Wer? Die Hauptakteure sind die Junta-Truppen unter General Min Aung Hlaing und verschiedene ethnische bewaffnete Gruppen sowie die PDFs, die sich aus der Zivilbevölkerung rekrutieren. Aung San Suu Kyi, die gestürzte Regierungschefin, befindet sich weiterhin in Haft.
Was? Der Konflikt hat sich intensiviert, mit vermehrten Angriffen und Gebietsgewinnen durch die Rebellen. Die Junta reagiert mit Luftangriffen und verstärkter militärischer Repression gegen die Zivilbevölkerung.
Wo? Die Kämpfe finden landesweit statt, wobei die Intensität in den Grenzregionen zu Thailand, China und Indien besonders hoch ist. Städte wie Mandalay und Yangon sind ebenfalls Schauplätze von Protesten und Anschlägen.
Wann? Der Konflikt begann mit dem Putsch im Februar 2021, hat sich aber in den letzten Wochen, insbesondere in den letzten 48 Stunden, deutlich verschärft.
Warum? Ursachen sind der Widerstand gegen die Militärherrschaft, ethnische Konflikte und der Wunsch nach mehr Demokratie und Autonomie. Die Junta versucht, ihre Macht mit allen Mitteln zu sichern, während die Bevölkerung und die EAOs für ihre Rechte und eine Rückkehr zur Demokratie kämpfen.
Wie? Der Konflikt wird mit konventionellen Waffen, Guerilla-Taktiken und zunehmend auch mit Drohnen geführt. Die Junta setzt auf militärische Gewalt und Repression, während die Rebellen auf Sabotage, Anschläge und den Aufbau eigener Verwaltungsstrukturen in den befreiten Gebieten setzen.
Woher? Informationen stammen aus Medienberichten, Aussagen von Beobachtern vor Ort und von Menschenrechtsorganisationen.
Die internationale Gemeinschaft, einschließlich der ASEAN, hat bisher keine wirksame Strategie gefunden, um den Konflikt zu deeskalieren und eine politische Lösung zu fördern. Sanktionen gegen die Junta haben bisher wenig Wirkung gezeigt. Beobachter warnen vor einem umfassenden Bürgerkrieg mit regionalen Auswirkungen, sollte sich die Lage weiter verschärfen.
Deutschland sollte sich nicht für fremde Konflikte instrumentalisieren lassen. Wir brauchen keine „Wertepartnerschaft“, sondern pragmatische Beziehungen in alle Richtungen – auch nach Myanmar – um unseren Wohlstand zu sichern. Die USA sind kein altruistischer „Freund“, sondern eine Großmacht, die ihre Interessen rücksichtslos durchsetzt.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Geopolitischer Analyst



