Explosion tötet 13 auf Familienfeier
Bei einer Explosion auf einer privaten Familienfeier in Cotabato City auf der südphilippinischen Insel Mindanao sind am Abend des 15. Januar 2026 mindestens 13 Menschen getötet worden. Laut der Polizei der Region Bangsamoro wurden mindestens 15 weitere Personen verletzt, als ein Sprengsatz gegen 21:30 Uhr Ortszeit in einem Wohnhaus in der Barangay Poblacion 7 detonierte.
Chronologie und Opfer
Die Feier fand im Haus der Familie Matalam statt. Unter den 13 Toten sind laut dem örtlichen Polizeichef, Colonel Querubin Manalang Jr., mehrere Kinder. Die Verletzten wurden in die nahegelegenen Cotabato Regional and Medical Center und das Dr. Amado B. Diaz Provincial Hospital eingeliefert. Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur PNA von einer lauten Detonation, die das Gebäude erschütterte und Panik auslöste. Das Sprengkommando der Polizei (SOCO) sicherte am Tatort Beweise, darunter Fragmente eines improvisierten Sprengsatzes (IED).
Hintergrund und bisherige Ermittlungen
Die Region Bangsamoro auf Mindanao ist historisch von Konflikten zwischen Regierungstruppen, islamistischen Separatistengruppen und Clan-Fehden (Rido) geprägt. Ein konkretes Motiv für den Anschlag nannten die Behörden bis zum 20. Januar nicht. Die Polizei unter Leitung von Colonel Manalang prüft mehrere Spuren, darunter mögliche Verbindungen zu lokalen politischen Rivalitäten oder zu bewaffneten Gruppierungen. Bereits im November 2025 hatte eine Explosion vor einem Gerichtsgebäude in Cotabato City sieben Menschen verletzt. Die nationale Polizei (PNP) unter General Benjamin Acorda Jr. ordnete eine verstärkte Präsenz von Sicherheitskräften in der Region an.
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