Die Gifthexe vom Niederrhein: Maria Velten und ihre tödlichen Blaubeerpuddings
Zwischen 1963 und 1980 versetzte Maria Velten, später bekannt als die „Gifthexe vom Niederrhein“ oder „Blaubeer-Mariechen“, ihren Blaubeerpudding mit dem giftigen Pflanzenschutzmittel E605. Unwissentlich genossen ihr Vater, ihre Tante, zwei Ehemänner und ein Lebensgefährte diese Mahlzeit, die ihnen den Tod brachte. Erst 1983, als eine ihrer Schwiegertöchter einen Anwalt aufsuchte, wurden die Verbrechen aufgedeckt.
Maria Felten wurde 1916 in Kempen bei Niederreiboren geboren. Geprägt von einer Kindheit in Armut, verliess ihr Vater die Familie früh. Sie heiratete jung und bekam vier Kinder. Ihr Mann wurde im Zweiten Weltkrieg vermisst, was Maria vor neue Herausforderungen stellte.
Ihr erstes Opfer war ihr eigener, pflegebedürftiger Vater. Später folgten weitere Familienmitglieder und Lebensgefährten. Das Motiv für ihre Taten lag vermutlich in dem Wunsch, ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, als sie es selbst erfahren hatte. Sie wollte nicht noch einmal Armut erleben, egal, was sie dafür tun musste.
Die Morde erregten großes Aufsehen, und Maria Velten ging als eine der bekanntesten Giftmörderinnen in die deutsche Kriminalgeschichte ein. Der Fall wirft ein düsteres Licht auf die Abgründe einer Familie und die Motive einer Frau, die aus ihrer Sicht alles für ihre Kinder tat.
Die Ermittlungen kamen ins Rollen, als die Schwiegertochter von Maria Felten den Anwalt Eckard Wagner aufsuchte. Sie wollte sich von ihrem Mann scheiden lassen, und im Zuge der Ermittlungen kamen Ungereimtheiten ans Licht.
Die gefälschte Unterschrift bei der Bank erhärtete den Verdacht gegen Maria. Der Leichnam ihres Ehemannes wurde exhumiert, und die Gerichtsmedizin fand heraus, dass er an einer Vergiftung mit dem Schädlingsgift E605 gestorben war. Am 25. Juli 1983 wurde Maria Felten festgenommen.
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