Mauer an der Burgstraße, Ruppichteroth

Die Mauer an der Burgstraße in Ruppichteroth wird saniert. Dies wird in den sozialen Medien diskutiert. Wir beziehen Stellung:
Die anstehende Sanierung hat nichts mit dem, angrenzend geplanten, Bauvorhaben zu tun. Die Mauer drohte zu kippen und wurde provisorisch stabilisiert. Die Gemeinde ist verpflichtet solche Gefahren zu beseitigen. Weil die Mauer unter Denkmalschutz steht, kommt ein Abriss nicht in Frage. Der Denkmalschutz ist auch sinnvoll.

  • Sie ist ortsbildprägend
  • Dort befinden sich für die Region typische und zum Teil auch
    denkmalgeschützte Fachwerkbauten, die im Zusammenhang mit der Mauer die
    Historie des Ortes verkörpern
  • Zum besonderen Reiz, z. B. der „Döörper Weihnacht“ gehört die Mauer, weil sie zur Atmosphäre des historischen Ortskerns beiträgt
  • Diese Einschätzungen werden von den Prüfkommissionen auf Kreis-, Landes-
    und Bundesebene beim Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ebenfalls
    bestätigt bzw. geteilt und führten in den Gesamteinschätzungen zu den
    Gold- und Silbermedaillen.
  • Die jetzige Mauer wurde vor rund 120 Jahren zur damaligen Jahrhundertwende an
    gleicher Stelle der ursprünglich verlaufenden Bruchsteinmauer errichtet. Der Standort der Mauer deckt sich mit dem Urkataster, der die historische/geschichtliche Bedeutung der Mauer verdeutlicht.

An dieser Stelle danken wir dem Bürgermeister, mit dem wir uns in dieser Angelegenheit ausgetauscht haben und der uns die Ausführungen, die wir bisher auf verschiedene Ratssitzungen verteilt erhalten haben, noch mal gebündelt zukommen ließ.

Es wurde auch kritisiert, dass die Planung unverhältnismäßig teuer sei. Auf konkrete Zahlen gehe ich hier nicht ein, weil die Ausschreibung noch nicht abgeschlossen ist. Aber wir finden diesen Punkt der Kritik berechtigt. Mittlerweile sind bei Bauvorhaben 25% an Planungskosten üblich, manchmal sind es sogar 30%. Das ist zuviel. Hier gibt es Hoffung auf eine Änderung. Bis zum letzten Jahr galt die HOAI, das ist die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, als verbindlich. Das hat der EuGH aber 2019 aufgehoben. Wir können also auf sinkende Preise hoffen. Einfach verhandeln können wir aber nicht, weil wir verpflichtet sind die Aufträge auszuschreiben und dann dem wirtschaftlichsten Angebot den Zuschlag zu erteilen.

Falls noch Fragen zu diesem, oder anderen Themen, offen sind: Wir sind erreichbar, Kontaktdaten sind hier zu finden: https://ratsblatt.de/impressum-2