Pakistanische Sicherheitskräfte töten acht mutmaßliche Kämpfer der TTP bei Operation in Nord-Wasiristan

Pakistanische Sicherheitskräfte töten acht mutmaßliche Kämpfer der TTP bei Operation in Nord-Wasiristan

Operation in Stammesgebiet beendet

Bei einer gezielten Sicherheitsoperation im Distrikt Nord-Wasiristan der Provinz Khyber Pakhtunkhwa haben pakistanische Sicherheitskräfte am 20. Januar 2026 acht mutmaßliche Kämpfer der Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) getötet. Die Aktion fand in der Nähe des Ortes Mir Ali statt, einem bekannten Rückzugsgebiet der Gruppe.

Chronologie der Ereignisse

Nach Angaben eines Sprechers der Sicherheitskräfte, Oberstleutnant Nadeem Anwar, starteten Einheiten der pakistanischen Armee und des Geheimdienstes ISI am frühen Morgen des 20. Januar um 05:30 Uhr Ortszeit eine Razzia auf ein mutmaßliches TTP-Versteck. Bei dem darauf folgenden Feuergefecht wurden alle acht Insassen des Gebäudes getötet. Laut Anwar wurden bei den Getöteten Waffen, Munition und Kommunikationsgeräte sichergestellt. Ein Sicherheitssoldat erlitt leichte Verletzungen.

Hintergrund und Eskalation

Die Operation folgt auf eine Reihe von Angriffen der TTP in der Region. Am 15. Januar 2026 tötete ein Selbstmordanschlag auf einen Armeekonvoi in der benachbarten Region Lakki Marwat drei Soldaten. Die TTP bekannte sich zu der Tat. Die Gruppe, die seit 2007 einen Aufstand gegen die pakistanische Regierung führt, hat ihre Aktivitäten seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan im August 2021 intensiviert. Ein im November 2022 ausgelaufener Waffenstillstand zwischen der TTP und der pakistanischen Regierung wurde nicht verlängert. Seither hat die pakistanische Armee ihre Operationen in den Stammesgebieten entlang der afghanischen Grenze, darunter Nord- und Süd-Wasiristan, deutlich ausgeweitet.

Bildquelle: Pixabay