Luftangriffe fordern Dutzende Tote und Verletzte
Bei einer Reihe israelischer Luftangriffe im Gazastreifen und im Westjordanland sind in den letzten 24 Stunden mindestens 18 Palästinenser getötet worden. Das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza meldete am 21. Dezember 2025, dass bei einem Angriff auf ein Wohnhaus im Stadtviertel Tel al-Hawa in Gaza-Stadt sieben Mitglieder einer Familie, darunter drei Kinder, starben.
Chronologie der Angriffe
Ein erster Angriff traf am Abend des 20. Dezember gegen 21:30 Uhr Ortszeit ein Wohnhaus der Familie Abu al-Qumsan in Tel al-Hawa. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden die Leichen von Mahmoud Abu al-Qumsan (45), seiner Frau Amal (38) und ihren Kindern Ahmed (12), Sara (9) und Youssef (6) sowie zwei weiteren Verwandten geborgen. 15 weitere Personen wurden verletzt. Ein zweiter Angriff am frühen Morgen des 21. Dezember gegen 04:15 Uhr zielte auf ein Fahrzeug in der Nähe der Al-Shifa-Klinik in Gaza-Stadt ab und tötete drei Personen, deren Identitäten zunächst unbestätigt blieben.
Eskalation im Westjordanland
Parallel dazu eskalierte die Gewalt im besetzten Westjordanland. Bei einer israelischen Militäroperation im Flüchtlingslager Jenin am 21. Dezember wurden nach Angaben des Palästinensischen Roten Halbmonds acht Palästinenser getötet und über 30 verletzt. Die israelische Armee (IDF) gab eine Erklärung heraus, in der sie bestätigte, eine „gezielte Operation gegen eine Terrorzelle“ durchgeführt zu haben. Unter den Toten waren nach palästinensischen Quellen der lokale Kommandeur der Al-Quds-Brigaden, Samer Hanoun (27), und der 16-jährige Schüler Omar Hassan.
Hintergrund der anhaltenden Gewalt
Die Angriffe stehen im Kontext einer monatelangen israelischen Militäroffensive im Gazastreifen, die nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza seit Oktober 2023 über 45.000 Palästinenser das Leben gekostet hat. Die aktuelle Welle der Gewalt folgt auf die Ermordung eines israelischen Siedlers durch palästinensische Schützen bei Huwara am 18. Dezember. Die israelische Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hält an ihrer erklärten Politik der „vollständigen Sicherheit“ fest und bezeichnet alle Angriffe als gezielte Maßnahmen gegen Terrorinfrastruktur.
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