Sauerlandlinie A45: Hoffnung und bleibende Skepsis
Die A45, die Lebensader Südwestfalens, bleibt ein Sorgenkind. Zwar wurde am 22. Dezember 2025 die neue Rahmede-Brücke nach über vier Jahren Sperrung für den Verkehr freigegeben. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) feierte die Entlastung der Anwohner und die Wiederherstellung der Sauerlandlinie. Doch es ist noch nicht alles Gold, was glänzt.
Der Verkehr läuft zwar wieder, aber zunächst nur über zwei verengte Fahrspuren pro Richtung auf dem ersten Brückenteil. Der zweite Brückenteil, der die Gegenrichtung aufnehmen soll, wird erst Ende 2026 fertiggestellt sein. Bis dahin bleibt die Situation angespannt, und es ist zu befürchten, dass es weiterhin zu Staus und Behinderungen kommen wird.
Die lange Leidenszeit der Region durch die Sperrung der Talbrücke Rahmede hat tiefe Spuren hinterlassen. Der Neubau der Brücke war zwar dringend notwendig, doch die Dauer der Sperrung hat die Geduld der Menschen strapaziert und die Wirtschaft erheblich belastet.
Der ADAC mahnt, dass das bei der Rahmedetalbrücke gezeigte Bautempo keine Ausnahme bleiben darf. „Eine Bauzeit zwischen zwei und drei Jahren muss der Maßstab für zukünftige Brückenersatzbauwerke sein“, so Verkehrsexperte Prof. Roman Suthold. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen diese Mahnung ernst nehmen und zukünftige Infrastrukturprojekte schneller und effizienter umsetzen.
A46: Dauerbaustelle mit wenig Lichtblicken
Auch auf der A46 gibt es weiterhin wenig Erfreuliches zu berichten. Zahlreiche Baustellen und Sperrungen machen das Leben der Pendler schwer. Besonders betroffen ist der Bereich Wuppertal, wo es wegen Brückenbauarbeiten immer wieder zu Vollsperrungen kommt.
Die Fleher Brücke bei Düsseldorf bleibt ebenfalls ein Nadelöhr. Nachdem die Seile geprüft wurden, was bereits zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte, steht nun eine weitere Vollsperrung für Korrosionsschutzarbeiten und Nachbereitungsarbeiten bevor. Vom 1. August, 22 Uhr, bis zum 4. August 2025, 5 Uhr, wird die A46 zwischen Düsseldorf-Bilk und Neuss-Uedesheim in beiden Fahrtrichtungen vollgesperrt sein. Die Umleitung erfolgt über die A57, A1 (Rheinbrücke Leverkusen) und A3, was die ohnehin schon stark belasteten Ausweichstrecken zusätzlich strapazieren wird.
Auch zwischen den Anschlussstellen Düsseldorf-Bilk und Düsseldorf-Eller kommt es zu Beeinträchtigungen. Hier werden auf 120.000 Quadratmetern neue Asphalt-Deck- und Binderschichten aufgetragen. Zunächst wird die A46 in diesem Teilstück vom 29. Juli, 21 Uhr, bis zum 4. August 2025, 5 Uhr, in Fahrtrichtung Wuppertal gesperrt. Vom 5. August, 21 Uhr, bis zum 11. August 2025, 5 Uhr, folgt dann die Sperrung in Fahrtrichtung Heinsberg.
Es bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen die Verkehrsprobleme in Südwestfalen und entlang der A46 in den Griff bekommen. Solange jedoch marode Brücken und Dauerbaustellen das Bild prägen, bleibt die Mobilität der Menschen in der Region stark eingeschränkt.
Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Verkehrsdienst Südwest



