Krefeld – In der Nacht zu Sonntag ist es auf dem Luisenplatz zu einem gefährlichen Angriff auf Rettungskräfte gekommen. Wie die Polizei Krefeld mitteilte, wurde eine Rettungswagenbesatzung am Samstagabend (27. Dezember 2025) gegen 23:50 Uhr bei der Versorgung eines Patienten zunächst beschimpft und dann tätlich angegriffen.
Hergang der Tat
Die Sanitäter behandelten gegen Mitternacht einen Mann auf dem belebten Luisenplatz. Plötzlich ging ein 24-jähriger Bekannter des Patienten ohne jeden erkennbaren Grund auf die Einsatzkräfte los. Der Angreifer schlug und trat um sich, wodurch mindestens ein Sanitäter leicht verletzt wurde. Erstes Eingreifen von Passanten konnte die Situation zunächst beruhigen.
Festnahme und Ermittlungen
Eingeleitete Polizeikräfte (P.TÜR – Polizei-Tür- und Überfallkommando, eine Spezialeinheit für unübersichtliche und gefährliche Lagen) trafen kurz darauf ein und konnten den aggressiven 24-Jährigen überwältigen. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Die verletzten Rettungskräfte wurden vor Ort versorgt. Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen des Vorfalls, um den genauen Tathergang zu rekonstruieren.
Klare Kante gegen Gewalt
Ein Sprecher der Polizei Krefeld verurteilte den Angriff scharf: „Solche Übergriffe sind absolut inakzeptabel. Die Retter stehen im Dienst der Allgemeinheit und verdienen unseren höchsten Respekt und Schutz.“ Der festgenommene Tatverdächtige muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.
Hintergrund und Reaktionen
Der Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Serie von Angriffen auf Rettungskräfte ein. Der Leiter des Krefelder Rettungsdienstes zeigte sich bestürzt: „Unsere Mitarbeiter riskieren täglich ihre Gesundheit für andere. Dass sie nun auch noch gezielt angegriffen werden, ist unerträglich.“ Die Stadt kündigte an, das Sicherheitskonzept für Einsätze an neuralgischen Punkten zu überprüfen. Zeugen werden gebeten, sich unter 02151/634-0 bei der Polizei zu melden.
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Quelle: Polizei Krefeld



