Die unheimlichen Münsterlandmorde: Ein Cold Case, der bis heute Rätsel aufgibt
Zwischen 1971 und 1974 versetzte eine grausame Mordserie das Münsterland und die Grafschaft Bentheim in Angst und Schrecken. Vier junge Frauen fielen einem unbekannten Täter zum Opfer, der in den Medien als „Münsterlandmörder“ oder „Anhalterinnenmörder“ bekannt wurde. Bis heute konnte der Täter nicht gefasst werden, und die Morde bleiben ein ungelöster Fall.
Die Opfer: Junge Frauen am Rande der Gesellschaft
Die Opfer, Edeltraud van Boxel, Barbara Storm, Marlies Hemmers und Erika Kunze, waren alle um die 20 Jahre alt, zierlich und dunkelhaarig. Sie stiegen in fremde Autos ein, bevor sie verschwanden. Edeltraud van Boxel arbeitete als Prostituierte in Münster. Die Frauen stammten aus unterschiedlichen sozialen Schichten und kannten einander nicht.
Der Tathergang: Erwürgen und Inszenierung
Die Frauen wurden vermutlich kurz nach ihrer Entführung erwürgt. Ihre Leichen wurden teilweise entkleidet und in unnatürlicher Haltung abgelegt. Allen Frauen wurden Gegenstände gestohlen, die in einem Fall halbverbrannt wiedergefunden wurden. Die Tatorte lagen nicht an den Fundorten der Leichen, was darauf hindeutet, dass der Täter die Gegend gut kannte.
Die Ermittlungen: Ein weißer VW Käfer und ein Phantom
Die Polizei ermittelte intensiv, doch der Fall blieb lange Zeit ungeklärt. Zeugen berichteten von einem weißen VW Käfer mit auffälliger Heckscheibe, in den Edeltraud van Boxel eingestiegen war. Es wurde ein Phantombild eines Mannes erstellt, der im Zusammenhang mit dem Fall Barbara Storm stand. In den 1990er Jahren fand man DNA unter den Fingernägeln von Barbara Storm, die aber keinem Verdächtigen zugeordnet werden konnte.
Die Wiederaufnahme des Falls und die Wichmann-Theorie
Im Jahr 2015 wurde der Cold Case wieder aufgenommen. Die Ermittler konzentrierten sich auf Kurt-Werner Wichmann, der später für die Göhrde-Morde verurteilt wurde. Es gab Parallelen zwischen den Münsterlandmorden und Wichmanns späteren Taten. Ein DNA-Vergleich mit Wichmann verlief jedoch negativ.
Ein ungelöstes Rätsel: Die Suche geht weiter
Die Münsterlandmorde bleiben bis heute ein ungelöstes Rätsel. Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Täter noch lebt oder bereits verstorben ist. Die Suche nach dem „Münsterlandmörder“ geht weiter, und die Hoffnung auf eine Aufklärung dieses düsteren Kapitels der regionalen Kriminalgeschichte bleibt bestehen.
Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Kriminalarchiv



