Politik im Bergischen Land: Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen in den Stadträten und Kreistagen
Nachdem die Ampelregierung seit sieben Monaten Geschichte ist, blicken wir auf die politische Landschaft im Bergischen Land. Die Kommunalwahlen im September 2025 haben in den Stadträten von Wuppertal, Solingen und Remscheid sowie in den Kreistagen der Kreise Oberbergischer Kreis (OBK), Rheinisch-Bergischer Kreis (RBK) und Mettmann für teils deutliche Veränderungen gesorgt.
Wuppertal: Verhandlungsmasse und mögliche Kooperationen
In Wuppertal deutete sich nach der Kommunalwahl eine mögliche „große Ratskooperation“ zwischen SPD und CDU an, die zusammen über eine knappe Mehrheit von 42 der 80 Sitze verfügen würden. Allerdings schien diese Option am Wahlabend für den CDU-Chef keine Priorität mehr zu haben. Die SPD hätte rechnerisch Alternativen, beispielsweise eine Kooperation mit Grünen, Linken und der Rats-Einzelkämpferin Selly Wane. Die AfD konnte ihre Position im Stadtrat ausbauen. Oberbürgermeister ist Uwe Schneidewind (Bündnis 90/Die Grünen).
Solingen: Rekordgröße des Stadtrats und neue Konstellationen
Der Solinger Stadtrat hat sich im November 2025 neu konstituiert und ist mit 84 Sitzen so umfangreich wie noch nie, was auf Überhang- und Ausgleichsmandate zurückzuführen ist. Dies führt zu erheblichen Mehrkosten für die politische Arbeit. Um die Kosten einzugrenzen, erhalten kleine Fraktionen maximal 90.000 Euro im Jahr, größere bis zu 135.000 Euro. Die CDU ist mit 26 Sitzen die stärkste Kraft im Stadtrat. Daniel Flemm (CDU) wurde zum neuen Oberbürgermeister gewählt und trat sein Amt am 1. November 2025 an. Die AfD ist in Solingen die drittstärkste Kraft im Stadtrat.
Remscheid: Stichwahl und Kräfteverhältnisse
In Remscheid fand am 28. September 2025 eine Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters statt, bei der sich Sven Wolf (SPD) gegen Markus Kötter (CDU) durchsetzte. Die SPD stellt mit 19 Sitzen die stärkste Fraktion im Stadtrat, gefolgt von der CDU mit 16 Sitzen. Die AfD ist auch in Remscheid die drittstärkste Kraft.
Oberbergischer Kreis: Formalitäten und Herausforderungen
Der neu gewählte Kreistag des Oberbergischen Kreises konstituierte sich am 13. November 2025. Klaus Grootens (CDU/FDP) wurde als neuer Landrat eingeführt und die 72 Mitglieder des Kreistags wurden verpflichtet. Der Kreistag ist so groß wie nie zuvor. Die CDU stellt mit 26 Sitzen die stärkste Fraktion. Die AfD ist auch hier deutlich gewachsen und stellt nun 13 Abgeordnete.
Rheinisch-Bergischer Kreis: Neue Führung und Ausschüsse
Der Rheinisch-Bergische Kreis startete mit einer neuen Führung in die nächste Legislaturperiode. Der Kreistag hat sich konstituiert, Landrat Arne von Boetticher wurde vereidigt und die Ausschüsse wurden gebildet. Peter Lautz (CDU) wurde zum ersten, Hinrich Schipper (SPD) zum zweiten, Friedhelm Weiß (Bündnis 90/Die Grünen) zum dritten und Klaus-Dieter Becker (CDU) zum vierten stellvertretenden Landrat gewählt. Die CDU ist mit 27 Sitzen die stärkste Fraktion im Kreistag.
Kreis Mettmann: Konstituierung und Ausschüsse
Der Kreistag Mettmann konstituierte sich am 20. November 2025 mit 78 Mitgliedern. Dr. Bettina Warnecke wurde als Landrätin eingeführt. Rainer Schlottmann (CDU), Martina Köster-Flashar (Grüne), Elke Thiele (SPD) und Alexander Steffen (FDP) wurden zu stellvertretenden Landräten gewählt. Die CDU ist mit 29 Sitzen die stärkste Fraktion.
Die AfD konnte in allen genannten Räten und Kreistagen ihre Position ausbauen, während Grüne und teils auch die FDP Stimmen verloren. Die konstituierenden Sitzungen fanden im November 2025 statt, die konstituierenden Sitzungen des Oberbergischen Kreistags am 13. November, des Rheinisch-Bergischen Kreistags am 14. November und des Mettmanner Kreistags am 20. November. Die Quellen für diese Informationen sind Medienberichte und Pressemitteilungen der jeweiligen Gebietskörperschaften.
Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Politik Bergisch Land



