Deutsche Wirtschaft im Abwind: Mittelstand und Industrie unter Druck
Die deutsche Wirtschaft befindet sich Ende 2025 in einer schwierigen Lage. Trotz eines milliardenschweren Konjunkturpakets der Regierung Merz erlebt der Arbeitsmarkt einen „schleichenden Stellenabbau“, insbesondere in der Industrie. Das ifo-Beschäftigungsbarometer ist auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020 gesunken.
Die deutsche Industrie drosselt ihren Rohstoffbedarf aufgrund konjunktureller Flaute und hoher Kosten. Die Inlandsförderung mineralischer Rohstoffe erreichte mit 475 Millionen Tonnen einen neuen Tiefststand.
Inflation und Energiepreise belasten Verbraucher
Die Inflationsrate lag im November 2025 bei +2,3 %, wobei die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel um 1,2 % stiegen. Energie bleibt ein Kostentreiber, obwohl die Strompreise für Neukunden im Dezember 2025 im Durchschnitt bei 22,9 Cent pro Kilowattstunde liegen. Bestandskunden zahlen mit durchschnittlich 33,5 Cent/kWh deutlich mehr.
Die hohen Strompreise in Deutschland sind auch auf ein veraltetes und schlecht abgestimmtes Stromnetz zurückzuführen, was die Energiekosten im Vergleich zu den USA deutlich erhöht.
Mittelstand verliert Vertrauen
Der Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und des dualen Ausbildungssystems, verliert zunehmend das Vertrauen in die Politik. Eine Umfrage zeigt eine wachsende „Ernüchterung“ bezüglich der Lösungskompetenz der Regierung.
Die nominalen Umsätze im Mittelstand sind im November zwar leicht gestiegen, aber die Beschäftigungsentwicklung deutet weiterhin auf einen „Krisenmodus“ hin.
Handwerk sucht Nachwuchs
Im Handwerk fehlen Fachkräfte und Auszubildende. Viele Betriebe suchen Nachfolger, da die Inhaber in den Ruhestand gehen, doch der Verwaltungsaufwand schreckt junge Meister ab.
DAX zeigt sich stabil
Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen zeigt sich der DAX stabil. Der DAX notierte zuletzt bei 24.283,97 Punkten.
Ausblick
Die deutsche Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind eine Modernisierungsagenda, der Abbau von Bürokratie und Investitionen in zukunftsfähige Technologien unerlässlich. Mittelständische Unternehmen müssen ihre Geschäftsmodelle anpassen und strategische Alternativen prüfen, um den wachsenden Belastungen standzuhalten.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsredaktion



