Die deutsche Wirtschaft zeigt sich erleichtert über die Einigung der EU-Staaten auf ein Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten. Laut Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), ist die Verabschiedung von Mercosur ein wichtiger Erfolg für die deutsche und europäische Wirtschaft. Das Abkommen beweise, dass die EU ein relevanter geostrategischer Akteur sein könne.
Wegfall von Handelsbeschränkungen
Mit dem Wegfall von Handelsbeschränkungen sparen Unternehmen rund vier Milliarden Euro jährlich an Zöllen. Es entsteht einer der größten Märkte der Welt mit mehr als 750 Millionen Menschen. Besonders wichtig sei der Zugang zu kritischen Rohstoffen wie Lithium und Kupfer etwa für Elektromobilität und Erneuerbare Energien.
Strategische Partnerschaften
Der BDI sieht Europa weiter unter Druck, da die USA und China ihre Einflusssphären systematisch ausbauten. Mercosur könne daher nur der Anfang sein. Die EU müsse ihre strategischen Partnerschaften weiter diversifizieren und neue Märkte erschließen, so Gönner. Dazu zählten die Handelsabkommen mit Indien und Indonesien.
Einigung über Mercosur-Handelsabkommen
Nach über 25 Jahren Verhandlungen ist der Weg für eine riesige EU-Freihandelszone mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay frei. Bei einer Sitzung von Vertretern der 27 EU-Länder in Brüssel stimmten ausreichend viele Teilnehmer dem Abschluss des Deals zu. Die Unterzeichnung soll bereits am Samstag kommender Woche in Paraguay erfolgen.
Reaktionen aus der Politik
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nannte die Einigung einen „Meilenstein in der europäischen Handelspolitik und ein wichtiges Signal unserer strategischen Souveränität und Handlungsfähigkeit“. Mit dem Abkommen stärke man die Wirtschaft und die Handelsbeziehungen mit Südamerika. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte vor dem Hintergrund der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump: „Während sich andere abschotten und eine immer aggressivere Handelspolitik verfolgen, setzen wir auf neue Partnerschaften“. Das Abkommen berge „enormes Potenzial“ für die deutsche Wirtschaft.
Zollpolitik
Auf Autoimporte in die Mercosur-Länder wird beispielsweise derzeit ein Zoll in Höhe von 35 Prozent fällig. Spitzenvertreter der deutschen Wirtschaftsvertreter zeigten sich dementsprechend erleichtert über den Durchbruch.
Ausblick auf die deutsche Wirtschaft
Trotz der Erleichterung über das Mercosur-Abkommen gibt es auch Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft. China rüstet jetzt auch bei Maschinenbau und Chemie stark auf. Um den Verlust von Millionen Arbeitsplätzen zu verhindern, sind Reformen nötig.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsredaktion



