Einleitung
Bei schweren Erdrutschen im Regierungsbezirk Garut in West-Java sind am Dienstag, dem 16. Dezember 2025, mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Die Katastrophe traf die Dörfer Cikandang und Cikajang im Subdistrikt Cisewu nach tagelangen extremen Regenfällen.
Chronologie und Details
Die Erdrutsche ereigneten sich gegen 03:00 Uhr Ortszeit am frühen Dienstagmorgen. Laut dem Leiter der Regionalen Katastrophenschutzbehörde (BPBD) von Garut, Asep Sukarna, wurden in Cikandang 13 Leichen geborgen, in Cikajang sechs weitere. „Die Suche nach Vermissten läuft weiter, da wir von mehreren verschütteten Personen ausgehen“, sagte Sukarna am Nachmittag des 16. Dezember. Mehr als 300 Rettungskräfte von BPBD, Polizei, Militär (TNI) und der Nationalen Such- und Rettungsagentur (Basarnas) sind im Einsatz. Mindestens 15 Häuser wurden vollständig von Schlamm und Geröll begraben. Die betroffenen Dörfer liegen in einer hügeligen Region etwa 200 Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Bandung.
Hintergrund und Ursachen
Die indonesische Meteorologie-, Klimatologie- und Geophysikagentur (BMKG) hatte für die Region Garut seit dem 13. Dezember eine Warnung vor extremem Wetter mit hoher Niederschlagsintensität herausgegeben. Der Leiter des Daten- und Informationszentrums der Nationalen Katastrophenschutzbehörde (BNPB), Abdul Muhari, verwies auf die Kombination aus anhaltendem Starkregen und der geologischen Beschaffenheit des steilen Geländes als Hauptursache. Erdrutsche sind in Indonesien während der Regenzeit, die typischerweise von Oktober bis April andauert, eine häufige Naturgefahr. Bereits im Januar 2024 kamen bei einem Erdrutsch im benachbarten Regierungsbezirk Sumedang (West-Java) 32 Menschen ums Leben. Die Entwaldung für Landwirtschaft und Siedlungsbau in Hanglagen erhöht das Risiko solcher Katastrophen erheblich.
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