Schwerer Angriff auf Militärposten in Kameruns Nordwest-Region: Mindestens 15 Tote

Schwerer Angriff auf Militärposten in Kameruns Nordwest-Region: Mindestens 15 Tote

Bei einem schweren Angriff auf einen Militärposten im Nordwesten Kameruns sind am 7. Januar 2026 mindestens 15 Menschen getötet worden. Der Angriff ereignete sich gegen 5:30 Uhr morgens im Dorf Mbesa im Bezirk Bui, wie das Verteidigungsministerium in Yaoundé bestätigte.

Chronologie des Angriffs

Am frühen Morgen des 7. Januar griffen bewaffnete Kämpfer den Militärposten in Mbesa an. Laut einer Erklärung des Verteidigungsministeriums unter Minister Joseph Beti Assomo wurden bei dem mehrstündigen Gefecht 12 Soldaten und 3 Angreifer getötet. Ein Sprecher der Streitkräfte, Oberstleutnant Cyrille Serge Atonfack Guemo, gab an, die Armee habe die Angreifer „zurückgeschlagen“ und mehrere Waffen erbeutet. Lokale Medien, darunter die Tageszeitung „Cameroon Tribune“, berichteten von heftigen Schusswechseln, die mehrere Stunden andauerten.

Hintergrund des Konflikts

Die Regionen Nordwest und Südwest Kameruns sind seit 2017 Schauplatz eines bewaffneten Konflikts zwischen separatistischen Gruppen und Regierungstruppen. Die Separatisten, die sich selbst als „Amba Boys“ bezeichnen, fordern die Unabhängigkeit des englischsprachigen Teils des Landes als „Ambazonien“. Der Konflikt hat bisher laut Schätzungen der International Crisis Group über 6.000 Menschenleben gefordert und mehr als 700.000 Menschen vertrieben. Der Angriff in Mbesa folgt auf eine Reihe ähnlicher Vorfälle. Erst am 2. Januar 2026 wurden bei einem Angriff auf einen Konvoi in der Nähe von Bamenda, der Hauptstadt der Nordwest-Region, vier Zivilisten getötet. Die Regierung hat in den Konfliktregionen wiederholt Ausgangssperren verhängt und Internetzugänge gesperrt, zuletzt im Dezember 2025 in Teilen des Südwestens.

Bildquelle: Pixabay