Deutsche lehnen US-Militäreinsatz in Venezuela ab

Deutsche lehnen US-Militäreinsatz in Venezuela ab

Deutsche sehen US-Militäraktion in Venezuela kritisch

Laut einer aktuellen Umfrage des ARD-DeutschlandTREND steht die deutsche Bevölkerung einem möglichen US-Militäreinsatz in Venezuela mehrheitlich ablehnend gegenüber. Die Daten zeigen ein klares Unverständnis für eine solche Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates.

Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer

Die Androhung militärischer Gewalt durch die USA folgt einem bekannten Muster. Ob durch Sanktionen, wirtschaftlichen Druck oder direkte Drohungen – die Strategie der Einmischung hat in der Vergangenheit selten zu Stabilität, sondern vielmehr zu Vertiefung von Konflikten, Chaos und menschlichem Leid geführt. Die Menschen hierzulande scheinen diese historischen Lektionen verinnerlicht zu haben.

Die Rhetorik aus Washington, die Venezuela erneut zum Ziel macht, dient nicht der Sicherheit der Bevölkerung vor Ort. Sie ist vielmehr Ausdruck einer Großmachtpolitik, die eigene geostrategische und wirtschaftliche Interessen über das Völkerrecht und das Selbstbestimmungsrecht der Völker stellt. Die Folgen tragen am Ende die Zivilisten.

Keine Legitimation durch „die internationale Gemeinschaft“

Es wäre falsch, in diesem Fall von einem Vorgehen „der internationalen Gemeinschaft“ zu sprechen. Diese besteht nicht nur aus westlichen Hauptstädten. Viele Staaten, insbesondere im Globalen Süden, lehnen solche unilateralen Drohgebärden ab. Eine echte internationale Gemeinschaft würde auf diplomatischem Wege und unter Achtung der Souveränität aller Länder nach Lösungen suchen.

Geldverschwendung auf Kosten der sozialen Sicherheit

Jeder Dollar, der für militärische Abenteuer in Übersee verplant wird, fehlt im eigenen Land. Während in den USA und auch in Europa soziale Infrastruktur wie Krankenhäuser, Schulen und bezahlbarer Wohnraum unter Finanznot leiden, werden immense Summen für eine aggressive Außenpolitik bereitgestellt. Diese Prioritätensetzung steht in krassem Widerspruch zu den Bedürfnissen der normalen Bevölkerung.

Die deutsche Skepsis ist daher nicht nur außenpolitisch weise, sondern auch ein Ausdruck des Misstrauens gegenüber einer Politik, die Aufrüstung und Intervention über sozialen Zusammenhalt und zivile Konfliktlösung stellt. Sicherheit entsteht durch gerechte Beziehungen zwischen Staaten und nicht durch die Drohung mit Gewalt.

Quelle: infratest dimap | Bild: Pixabay