Lokale Nachrichten aus Köln: Polizeiliche Ermittlungen, Feuerwehreinsätze und Gerichtsurteile der letzten zwei Tage
Die Stadt Köln und die umliegende Region waren in den vergangenen zwei Tagen Schauplatz diverser polizeilicher Ermittlungen, Feuerwehreinsätze und relevanter Gerichtsentscheidungen. Die Berichterstattung konzentriert sich dabei auf Ereignisse vom 27. und 28. November 2025, die einen Einblick in die aktuelle Lage in den Bereichen Sicherheit und Justiz geben.
Polizei: Festnahmen nach Gewalttaten und Verkehrsunfällen
- Mutmaßliches Tötungsdelikt in Leverkusen-Opladen: Am Donnerstagabend, dem 27. November, nahmen Einsatzkräfte der Polizei Köln einen 33-jährigen Tatverdächtigen in Leverkusen-Opladen fest. Dies erfolgte im Nachgang zum Auffinden einer 30-jährigen Frau, die tot in einer Wohnung in der Düsseldorfer Straße aufgefunden worden war. Die Frau wurde zwischenzeitlich identifiziert, eine Obduktion stand noch aus. Der Festgenommene soll ein Bekannter des Opfers sein, die Staatsanwaltschaft prüft die Voraussetzungen für einen Haftbefehl wegen eines Tötungsdelikts. Die Ermittlungen dauern an.
- Schussabgabe in Köln-Ossendorf: Auf einem Parkplatz an der Butzweilerstraße in Köln-Ossendorf kam es am Freitagabend, dem 28. November, zu einer mutmaßlichen Schussabgabe, bei der zwei Männer im Alter von 46 und 53 Jahren schwer verletzt wurden. Ein 27-jähriger Tatverdächtiger konnte noch in Tatortnähe festgenommen werden. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen zur Klärung des Hintergrunds aufgenommen.
- Weitere Festnahme nach Schussabgabe in Holweide: Im Rahmen der Ermittlungen zu einer Schussabgabe vor einem Autohaus in Köln-Holweide am 12. Januar 2025 wurde am Donnerstagnachmittag, dem 27. November, ein 21-jähriger mutmaßlicher Mittäter in Gelsenkirchen festgenommen. Er steht im Verdacht, das Fluchtfahrzeug angemietet und gefahren zu haben. Gegen ihn wird wegen Beihilfe zum versuchten Mord ermittelt. Vor dem Landgericht Köln läuft derzeit die Hauptverhandlung gegen fünf weitere mutmaßlich an der Tat Beteiligte.
- Schwerer Verkehrsunfall in Meschenich: Eine 57-jährige Peugeot-Fahrerin wurde am Donnerstagabend, dem 27. November, bei einer Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug in Meschenich lebensgefährlich verletzt. Rettungskräfte waren im Einsatz.
- Fußgänger von LKW erfasst auf der BAB 555: Auf der Bundesautobahn 555 bei Wesseling wurde am Donnerstagnachmittag, dem 27. November, ein noch nicht identifizierter Mann von einem Lastwagen erfasst und lebensgefährlich verletzt. Die Ermittlungen, die auch Hinweise auf einen möglichen Suizidversuch prüfen, wurden von der Polizei Rhein-Erft-Kreis übernommen. Die Richtungsfahrbahn Köln war für die Unfallaufnahme gesperrt.
- Vergewaltigung im Kölner Grüngürtel – Zeugensuche: Die Polizei Köln sucht dringend Zeugen nach einer Vergewaltigung im Kölner Grüngürtel in den frühen Morgenstunden des 23. November. Ein 30 bis 40 Jahre alter Mann soll eine 45-jährige Frau verfolgt und angegriffen haben, bevor er durch das Nähern zweier Passanten zur Flucht gezwungen wurde. Der Tatverdächtige wird als etwa 1,85 Meter groß, kräftig, mit schwarzen, kurzen Haaren, schwarzer Strickmütze, grün-oliver Bomberjacke und schwarzer Hose beschrieben, er soll einen osteuropäischen Akzent gesprochen haben.
- Fahrzeugbrände in Kalk: Am 27. November kam es in Kalk zu einem ausgebrannten Smart sowie einem Kleinwagenbrand nach einer Unfallflucht. Im Falle des Smart-Brandes wurde ein mutmaßlicher Brandstifter festgenommen.
Feuerwehr: Wohnungsbrand und Unterstützung bei Gefahrstoffeinsatz
- Wohnungsbrand in Humboldt-Gremberg: Am frühen Freitagmorgen, dem 28. November, löste ein Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Odenwaldstraße in Humboldt-Gremberg einen größeren Feuerwehreinsatz aus. Zwar hatte eine zunächst vermisste Person die Brandwohnung bereits selbstständig verlassen, jedoch führte die starke Rauchentwicklung dazu, dass angrenzende Wohnungen aufwendig auf Rauchgase kontrolliert werden mussten. Die Wohnung ist unbewohnbar, verletzt wurde niemand.
- Unterstützung im Rhein-Erft-Kreis: Die Analytische Task Force (ATF) der Feuerwehr Köln unterstützte am 27. November bei einem größeren Einsatz der Feuerwehr Kerpen. Dort wurde aufgrund eines zunächst gemeldeten Gasgeruchs alarmiert, der sich später als schleimlösender Aromastoff herausstellte. Elf Personen klagten über Atemwegsreizungen.
- Technischer Hilfeleistungseinsatz auf der BAB 555: Die Freiwillige Feuerwehr Köln, Löschgruppe Rodenkirchen, war am 27. November zu einem Einsatz technischer Hilfeleistung auf der Bundesautobahn 555 (Hahnwald) ausgerückt.
Gericht und Justiz: Urteile und justizpolitische Entwicklungen
- Mildes Urteil nach „Dating-Falle“: Vor dem Kölner Landgericht wurde am Donnerstag, dem 28. November, ein Urteil in einem Fall gesprochen, bei dem zwei Männer (25 und 16 Jahre alt) einen 23-Jährigen mittels einer gefälschten Dating-Profils in einen Hinterhalt gelockt und ausgeraubt hatten. Trotz der Schwere des Verbrechens fiel das Urteil als verhältnismäßig milde aus.
- Landgericht Köln verurteilt Congstar wegen Irreführung: Das Landgericht Köln hat am 27. November die Telekom-Marke Congstar wegen irreführender Kundeninformationen bezüglich ihrer Kunden-App verurteilt. Demnach wurde dem Unternehmen untersagt, durch impliziten App-Zwang den Zugang zu Mobilfunkrechnungen zu erschweren. Dies stärkt die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die sich nicht zum Download einer App drängen lassen wollen.
- Verwaltungsgericht Köln stärkt Recht auf Vaterschaftsurlaub: Das Verwaltungsgericht Köln hat mit einem Urteil vom 11. September 2025 (Az. 15 K 1556/24) entschieden, dass Bundesbeamten ein unmittelbarer Anspruch auf bis zu zehn Tage vergüteten Vaterschaftsurlaub aus einer EU-Richtlinie zusteht. Das Urteil, welches noch nicht rechtskräftig ist, da das Bundesinnenministerium Rechtsmittel eingelegt hat, hat weitreichende Bedeutung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im öffentlichen Dienst.
- Debatte um Richterwahl in NRW mit Kölner Expertise: Im Zuge der Diskussion um Verbesserungen bei der Richterwahl in Nordrhein-Westfalen, ausgelöst durch eine Posse um die Besetzung des Präsidentenpostens am Oberverwaltungsgericht, werden Handlungsempfehlungen erörtert. Dabei fließen auch Vorschläge von Experten ein, darunter Professor Markus Ogorek von der Universität zu Köln. Dies unterstreicht die Relevanz unabhängiger Expertise zur Stärkung der Rechtspflege und zur Vermeidung von Machtmissbrauch bei der Besetzung wichtiger Positionen.
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Redaktion (29.11.2025) – Lokalreporter Köln




