LINKE fordert: Unter Quarantäne stehende MitarbeiterInnen dürfen nicht in der ZUE St. Augustin eingesetzt werden

Beispielbild, Virus
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Der Kreistagsfraktion DIE LINKE.Rhein-Sieg liegen Informationen vor, wonach der Betrieb der ZUE Sankt Augustin wegen Personalmangels gefährdet ist. 25 MitarbeiterInnen, die als Kontaktpersonen unter Quarantäne stehen, sollten deshalb per Ausnahmegenehmigung weiter eingesetzt werden, damit der Betrieb aufrecht erhalten werden kann. Nun wurde festgestellt, dass 5 der 25 Personen mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Kreistagsfraktion DIE LINKE hält es für unverantwortlich, unter Quarantäne stehende Kontaktpersonen wieder einzusetzen. Die MitarbeiterInnen können nicht wie Leibeigene behandelt werden.


Dazu Michael Otter, Fraktionsvorsitzender: „Als der Sprecher des Betreiberunternehmens in der Presse mit den Worten „Man mache keine prophylaktischen Tests“* zitiert wurde ist deutlich geworden, dass das Unternehmen mit der aktuellen Situation überfordert ist. Dass sich die Infektionen unbemerkt so weit ausbreiten konnten, liegt auch daran, dass keine vorsoglichen Tests durchgeführt worden. Dies zeigt einen weiteren gravierenden Fehler des Kreisgesundheitsamtes auf. Es ist unverantwortlich, die unter Quarantäne stehenden MitarbeiterInnen per Ausnahmegenehmigung weiter einzusetzen. Das Risiko weiterer Übertragungen ist dafür zu groß. Wir fordern das Kreisgesundheitsamt auf, dies zu unterbinden.“

Darüber hinaus fordert die Fraktion die generelle Auflösung der Massenunterkünfte, die Geflüchteten müssen statt dessen in Einzelunterkünften untergebracht werden.
*Express Köln, 18.05.2020