Lasst die Kohle in der Erde!

v.l.n.r.: Katharina Blank, Caroline Butterwegge, Judith Serwaty

Letzten Samstag am 23.04.2022 waren über 2000 Menschen auf der Demo in Lützerath am Tagebau Garzweiler, um gegen den weiteren Abbau von Kohle zu demonstrieren.

Viele meiner Parteigenossen waren mit mir vor Ort und haben sich den Demonstranten angeschlossen. Warum wir uns gegen den Abbau von Kohle zur Wehr setzen, möchte ich Ihnen hier kurz erläutern.

Durch den Abbau von Kohle werden große Flächen wichtigen Lebensraumes für Mensch und Tier zerstört, ferner treibt die Verwendung von Kohle unsere CO2 Bilanz massiv in die Höhe. Es gibt Wege besseren, gesünderen und nachhaltigeren Strom zu produzieren, ohne die Umwelt derart zu belasten. Gerade jetzt im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine ist es von höchster Wichtigkeit auf autarke, erneuerbare Energien zu setzen und deren Ausbau nicht durch unnötige bürokratische Hürden zu erschweren. Ferner ist auch die mit dem Kohleabbau verbundene Vernichtung fruchtbarsten Bodens in diesen Zeiten ein Unding.

Es muss schnelle Fördermaßnahmen geben für umweltfreundliche Energiegewinnung und Aufklärung über die unterschiedlichen Möglichkeiten selbiger. Oft ist es die Angst vor dem Neuen und Unbekannten, die uns im Weg steht einen Schritt in Richtung Zukunft zu machen.

Die Menschen befürchten einen Verlust von Lebensqualität, haben Angst vor horrenden Preissteigerungen und fürchten sich vor „der Unbekannten“. Natürlich wird eine ökologische Wende Veränderungen mit sich bringen, aber die Menschen brauchen sich nicht vor Versorgungsengpässen zu fürchten. Diese Engpässe entstehen höchstens, wenn wir jetzt nicht handeln und weiterhin im alten Trott Kohle, Öl und Gas verbrauchen.

Ein anderes Leben heißt nicht ein schlechteres Leben. Verpassen wir jedoch die Energiewende, so ist wissenschaftlich erwiesen, dass schwerwiegende Katastrophen auf uns zu kommen werden. Genau deswegen werden wir auch weiterhin mit den Menschen in Lützerath für eine gerechte und zukunftsorientierte Klimapolitik kämpfen, die an dem 1,5°C Ziel des Pariser Klimaabkommen festhält. Eine Politik für den Menschen und nicht für die Konzerne!

Judith Serwaty